19. März 2010

„Und als sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Nehmet; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“ So finden sich die berühmten Einsetzungsworte im Evangelium des Markus im 14. Kapitel. Das letzte Abendmahl, dessen Einsetzung am Gründonnerstag gefeiert wird, findet sich als Erzählung in allen Evangelium, wobei bei Johannes jedoch nicht die Einsetzungsworte zu finden sind, sondern der vierte Evangelist die Szene für seine Abschiedsreden Jesu nutzt. Dritter Schwerpunkt der Szene ist die Verratsankündigung durch Jesus.
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Kategorie Neues Testament | 0 Kommentare »
4. März 2010

Die jüngste der drei mittelalterlichen Backsteinkirchen der Hansestadtlüneburg entstand im Stil der Gotik zwischen 1407 und 1477. Schon der Grundriss zeigt das wunderschöne und für Norddeutschland einzigartige achtzackige Sterngewölbe über dem Mittelschiff. Die Seitenschiffe sind niedriger und schmaler als das Mittelschiff. Auch sie haben ein Sterngewölbe. An die Seitenschiffe schließen mit den Seitenschiffen mehr oder weniger verschmolzene Seitenkapellen an. Seitenschiffe und Seitenkapellen werden von einem gemeinsamen Dach eingefasst und bilden somit einen einheitlichen Baukörper. Im Grundriss sind an den Seitenschiffen noch die Pfeiler zu erkennen, die die Seitenschiffe und letztendlich auch das hohe Mittelschiff abstützen.
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Kategorie Schöne Grundrisse | 0 Kommentare »
25. Februar 2010

Direkt im Anschluss an das letzte Mal (Abendmahl) berichtet nur der Evangelist Johannes von einer äußert bedeutsamen Geste Jesu: er steht vom Tisch auf, legt sein Gewand ab, umgürtet sich mit einem Leinentuch, füllt Wasser in eine Schüssel und wäscht und trocknet seinen Jüngern die Füße. Petrus kann diese Handlung gar nicht fassen. Dass sein Herr ihm, dem Knecht, die Füße waschen will, ist außerhalb seiner Vorstellung.
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19. Februar 2010

Auf Darstellungen der Jünger Jesu ist Judas Iskariot nicht selten einfacher zu erkennen als Petrus oder Paulus. Zumeist wird Judas hässlicher als die anderen Jünger, oft in einem gelben Gewand und nicht selten mit dem Beutel abgebildet, der die 30 Silberstücke enthält. Gelb ist dabei ein Symbol für den Neid und die Eifersucht. Es war aber auch die Farbe des Gewandes, den Juden im mitteleuropäischen Mittelalter gezwungen wurden zu tragen.
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17. Februar 2010

Die Tempelreinigung ist ein schönes Beispiel dafür, wie den Evangelisten zwar die selben Geschichten zur Verfügung standen, sie diese aber völlig unterschiedlich einordneten. Während die drei ersten Evangelisten die Erzählung recht weit an den Anfang ihrer Passionsgeschichten stellten, findet sich das Ereignis bei Johannes schon am Anfang seines Evangeliums, gleich nach dem ersten Wunder während der Hochzeit zu Kana. Insgesamt bleibt das Erzählte gleich oder zumindest ähnlich, jedoch dient die Geschichte bei Markus, Matthäus und Lukas noch einem anderen dramatischen und theologischen Zweck.
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12. Februar 2010

„Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.“ So liest man beim Propheten Sacharja im Vers neun des 9. Kapitel. Im Neuen Testament erfüllt sich die Prophezeiung des alttestamentlichen Propheten, als Jesus zu Beginn der Passionsgeschichte in Jerusalem einreitet. Die Kirchen feiern dieses Ereignis am Palmsonntag, mit dem die Karwoche beginnt.
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Kategorie Neues Testament | 0 Kommentare »
10. Januar 2010

Es ist oft erstaunlich, mit wie viel Phantasie und Erzählkraft vor allem in den Heiligenlegenden frühchristlicher Märtyrer von Folter und Tod geschrieben wird. Auch die hl. Dorothea wurde nicht nur einmal und einfach gemartert und hingerichtet, sondern gleich mehrfach und sehr einfallsreich. Dabei zählt auch die hl. Dorothea zu den vielen Jungfrauen, die sich schon in jungen Jahren zur Ehelosigkeit um des Himmels willen entschlossen hatten. Leider führten auch im Fall der Dorothea Schönheit und Liebreiz dazu, dass sich ein Statthalter in sie verliebte und furchtbar an ihr Rache übte, als er in zurückgewiesen wurde.
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Kategorie Heilige | 0 Kommentare »
9. Dezember 2009

Vielen Rom-Besuchern fällt auf, dass gerade die Besichtigung der ältesten Kirchen der Stadt oft des Treppensteigens in die Tiefe bedarf. Das hat seine Ursache darin, dass sich zwar der Boden der Kirchen aus dem 5. oder sogar 4. Jahrhundert nach Christus nicht verändert hat, die umgebenden, jüngeren Bauten aber oft auf dem Schutt älterer Bauwerke errichtet wurden. So stieg in einige Gegenden Roms das Straßenniveau im Laufe der Jahrhunderte um mehrere Meter. Auch zur Kirche San Clemente, die vollständig „San Clemente in Laterano“ heißt, muss man ein paar Schritte hinabsteigen. Dabei stammt die heute sichtbare Kirche noch nicht mal aus der Spätantike, sondern erst aus dem 12. Jahrhundert. Doch unter San Clemente – die Kirche ist dem Papst Clemens IV. (um 50 bis 97 oder 101 nach Christus) geweiht - finden sich in mehreren Schichten die Spuren nicht nur einer älteren Kirche, sondern auch noch weitere unerwartete Bauwerke.
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Kategorie Kirchen | 0 Kommentare »
19. Oktober 2009

Nicht selten regte das heilige Leben zukünftiger Heiliger Menschen an, es ihnen gleich zu tun, selbst wenn damit Entbehrungen verbunden waren oder die Familie nicht mit diesem Weg einverstanden war. Besonders hart fühlte sich die Familie des Adligen Favarone di Offreduccio di Bernadino getroffen, als nicht nur die eine Tochter – Klara – Franziskus folgen wollte, sondern auch deren Schwester Agnes. Sogar vor Gewalt soll Favarone nicht zurück geschreckt haben. Doch davon ließ sich zumindest die 1193 oder 1194 geborene Klara (ital. Chiara) nicht von ihrem Weg abbringen, die wie Franziskus aus Assisi stammte.
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Kategorie Heilige | 0 Kommentare »
16. Oktober 2009

Die Wallfahrtskirche Birnau überrascht bei genauerem Hinsehen durch einen eher schlichten und einfachen Grundbauplan. Das Kirchenschiff ist langgezogen und ohne Seitenkapellen. Zum See hin vorgelagert steht sich ein Querriegel, der die Wohngebäude des Priorats, aber auch die Wirtschaftsbereiche enthält. Heute findet sich dort auch ein Souvenirgeschäft. Der „weltliche“ Vorbau der Kirche bildet die eigentliche Fassade des Baus. Hier ist auch der Haupteingang. Die „Fassade“ der Wallfahrtskirche wirkt dabei alles andere als mönchisch bescheiden, sondern eher wie ein Schloss. Ursprünglich hatte Thomb zum See hin sogar eine große Freitreppe geplant, die die Mönche aber dann doch verhindert haben.
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