Ein Raum für das ganze Dorf: der Saal

Neben der Basilika, dem Zentralbau und der Hallenkirche zählt die Saalkirche zu einem der vier Grundtypen im Kirchenbau.

Die Unterteilung in mehrere Schiffe war in kleineren Kirchen zumeist nicht mehr nötig und oft auch gar nicht möglich. Die klassische kleine Dorfkirche auf dem Lande kommt also zumeist ohne Säulen oder Pfeilern aus. Wenn die Kirche nur aus einem Raum besteht, spricht man von einem Saal, oder einer Saalkirche. Die Saalkirche wird als Bautyp von der Größe des Raumes eingegrenzt, der ohne Pfeiler, Säulen ohne Wände überdeckt werden kann. Obwohl es auch quadratische Saalkirchen gibt, sind doch die meisten Saalkirchen über einem Rechteck errichtet. Dabei sind die Innenräume in der Regel so gestaltet, dass sich der Altar an einer Schmalseite befindet, die Kirche also längsgerichtet ist.

Die Saalkirche ist der vorherrschende Bautyp für protestantische Kirche, die nach der Reformation als protestantische Kirchen gebaut wurden.

Im Bild: Grundriss der evangelischen Kirche von Holzhausen.

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