Der Grundriss der Liebfrauenkirche lässt in keiner Weise ihre Entstehungszeit ahnen, gilt die Kirche doch gemeinsam mit der Elisabethkirche in Marburg als erster gotischer Bau in Deutschland. Die Kirche ist – beinahe – Zentralbau, sieht man einmal vom Chor ab. Selbst der Turm steht nicht am Westende, oder an einem anderen Ende des Baus, sondern erhebt sich über der Vierung.
Baubeginn war um 1230. Das Gebäude fußt wie so vieles in Trier auf antiken Vorgängerbauten. Fertiggestellt war die Kirche um 1260. Der Stil ist frühgotisch.
Die Liebfrauenkirche bekam vom Papst 1951 den Titel einer ‚Basilica minor’ und wurde 1986 zusammen mit dem Trierer Dom und allen römischen Bauten Triers und Umgebung auf die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes gesetzt.
Mit dem Dom ist die Kirche über einen gemeinsamen Kreuzgang verbunden, der aus der Bauzeit der Liebfrauenkirche stammt. Der Dom selbst ist zwar im Wesentlichen romanischen Ursprungs. In seinem Kern findet sich jedoch noch der sogenannte Quadratbau, Rest der zwischen 329 und 346 errichteten ersten Basilika.
Der Dom birgt als wertvollste Reliquie den sogenannten Heiligen Rock Jesu. Um ihn sollen die Soldaten unter dem Kreuz gespielt haben.
Besonders sehenswert:
- Raumeindruck der Liebfrauenkirche
