In Gemäldegalerien hängen heute Unmengen an Ölgemälden, manche kunstvoll, viele weniger. So ist es beinahe undenkbar, dass an Malerei aus der karolingischen Epoche nur einige wenige Wandmalereien und Buchillustrationen überliefert sind. Andere Bildträger gab es entweder nicht, oder habe sich nicht erhalten.
Besonders die Malerei der Zeit Karls des Großen und seiner Nachfolger verdeutlichet, warum die Epoche auch als ‚Karolingische Renaissance’ bezeichnet wird. Die gemalten Figuren atmen klar den Geist der Antike, und das nicht nur, weil die Gestalten oft in Togen gehüllt dargestellt werden. Sie zeigen Bewegung und körperliche Fülle. Oft werden die Figuren auch in einer sie umgebenden Landschaft gezeigt und gelegentlich finden sich Architekturdarstellungen antiker, oder besser: antik aussehender Gebäudeteile.
Die Rückbesinnung auf antike Traditionen bedeutete aber auch, dass zunehmend auf die in vorkarolingischer Zeit beliebte germanisch-keltische Ornamentik zugunsten römischer Dekorationsformen verzichtet wurde.
Alles in Allem ist es schwer den karolingischen Buchmalern einen besonderen Stil zuzuschreiben. Es war eine Zeit des Ausprobierens, in der noch viele Darstellungsweisen möglich waren.
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