Wenig großes, viel feines: karolingische Bildhauerei

Für das bildhauerische Werk sind nur wenige Beispiele überliefert. Besonders an Großskulpturen mangelt es. Umso reichhaltiger sind die erhaltenen Kleinskulpturen, wie die berühmte Reiterstatuette Karls des Großen (heute im Pariser Louvre), die ihm besonders ähnlich sehen soll. So trägt die Reiterfigur hier einen fränkischen Schnauzbart. Erhalten blieben auch zahlreiche Elfenbeinschnitzereien, geschnitzte Bucheinbände und Reliquiare.

Hoch entwickelt war zumindest im Aachener Raum die Schmiedekunst. Das bronzene Domportal und die Geländer in der Pfalzkapelle sind meisterlich gegossene Werke. Als ein Beispiel für die Goldschmiedekunst soll der Tassilokelche (um 860, heute Stift Kremsmünster) genannt sein.

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