Mit dem Antichristen auf Augenhöhe

24. Februar 2007

Der Antichrist und der Feuerzauber
Ein junger Mann nur, zwar von hinten geheimnisvoll beleuchtet, aber eben nur ein junger Mann. Was soll an ihm so gefährlich sein? Das Mittelalter stellte sich den Antichristen, den Christus kurz vor dem Weltenende noch besiegen muss, nicht als einen Dämon mit Hörnern und Fratze vor, sondern als Verführer. Genauso ist er auch im berühmten und einzigartigen Antichristfenster der Marienkirche in Frankfurt/Oder dargestellt. Die Restaurierung der Anfang der 2000er Jahre aus St. Petersburg nach Frankfurt zurückgekehrten Glasmalereien ist vor kurzem abgeschlossen worden. Aus diesem Anlass werden sie in einer Sonderausstellung des Museum Junge Kunst noch bis 29. April 2007 gezeigt. Die Ausstellung findet in der Rathaushalle in direkter Nachbarschaft zur Marienkirche statt. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Bis Juni wird das Fenster wieder an seinen angestammten Platz in der Marienkirche eingebaut. Die Sonderausstellung ist darum eine gute Gelegenheit, die Malereien noch einmal ganz aus der Nähe zu betrachten. Und auch die Anhänger von Hörnern und Reißzähnen kommen nicht zu kurz: auf den Bildern findet sich auch der Teufel.

Museum Junge Kunst

Bildnachweis: 1

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