Auch mit Hundekopf: Christophorus
Samstag, den 31. März 2007
Obwohl Christopheros einer der populärsten Heiligen ist und zu den vierzehn Nothelfern gezählt wird. Obwohl unzählige Kirchen zum Teil riesige Darstellungen des Christusträgers an Innen- und Außenwänden zeigen und Menschen auf der ganzen Welt Bildnisse des Christopheros auf Reisen mit sich tragen oder im Auto an den Rückspiegel hängen, hat ihn die katholische Kirche offiziell als Heiligen aus ihren Listen gestrichen – weil nicht bewiesen ist, dass er je gelebt hat.
Umso lebendiger sind die Legenden, die sich im Laufe der letzten 1700 Jahre um den inoffiziellen Heiligen gebildet haben. So soll er im 3. Jahrhundert in Kleinasien gewirkt haben. Östliche Legenden bezeichnen Christophorus sogar als Ungeheuer mit Hundekopf, welches nach einer wunderbaren Taufe erst Lesen lernte und nach tausendfachen Bekehrungen als Märtyrer starb. Wahrscheinlich ist ein Übersetzungsfehler ursächlich für diese schöne Geschichte. Es soll nach einer Handschrift ein Kanaaniter gewesen sein, woraus schnell canis, der Hund werden konnte. So, oder so ungefähr.








