Eine hübsche Sonderform: Dreikonchen(chor)anlage
7. März 2007Im Kölner Raum hat sich in den vielen romanischen Kirchen eine besondere Form des Chorraums herausgebildet: der Dreikonchen-Chor. Der Ausdruck ‚Konche’ kommt aus dem Griechischen (konché) bzw. aus dem Lateinischen (concha) und bedeutet ‚Muschel’.
Beim Dreikonchen-Chor gibt es keinen Chorraum im eigentlichen Sinne. Der östliche Kirchenabschluss nach der Vierung und die beiden Querhausarme enden jeweils in einem halbrunden Raum. Der Grundriss des Kirchenostendes bekommt dadurch die Form eines Kleeblattes mit der Vierung als Zentrum. Der Dreikonchenchor soll nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem entstanden sein. Somit kann die Anlage auch in Zentralbauten verwendet werden.
Ein berühmter Bau mit einer Dreikonchenanlage ist St. Maria im Kapitol in Köln. In diesem frühromanischen Bau sind die drei Konchen sogar nach dem basilikalen Schema errichtet worden.
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