Auch Jakobus der Jüngere – wie Simon der Zelot – ein Bruder Christi gewesen sein. Davon geht zumindest die Katholische Kirche aus, da das Markusevangelium (Kapitel 3, Vers 18) ihn als Sohn des Alphäus bezeichnet. Sonst wird Jakobus der Jüngere (auch Jakobus minor genannt zur Unterscheidung von Jakobus major) im Neuen Testament nur in den Apostellisten genannt und dort auch noch ziemlich weit hinten.
Die Überlieferung bezeichnet den Apostel als einen Bischof von Jerusalem. Zumindest soll der „Herrenbruder“ – gemeinsam mit Petrus – einer der ersten Führer der Jerusalemer Gemeinde gewesen sein. Als solcher soll er eine goldene Platte auf dem Haupt getragen haben.
Ob Jakobus der Jüngere das Martyrium erlitt, ist ungesichert. Die Legenden behaupten, er wurde auf die Zinnen eines Tempels geführt, wo er seinem Glauben abschwören sollte. Weil er sich weigerte, wurde er daraufhin auf Beschluss des Rates der Hohen Priester von eben diesen Zinnen gestoßen und schließlich mit einer Tuchwalkerstange erschlagen.
Es gilt als sehr unwahrscheinlich, dass Jakobus der Jüngere identisch mit dem Schreiber des Jakobus-Briefes aus dem Neuen Testament ist. Seine Gebeine werden in der Kirche der Heiligen Zwölf Apostel in Rom aufbewahrt.
Attribut des Heiligen ist die Walkerstange. Seit dem Spätmittelalter wird die Stange als Wollbogen dargestellt (vorher als Keule). Ein Wollbogen ist eine an einer langen Stange befestigte durchlochte Platte, wie sie im 14. und 15. Jahrhundert zum Walken von Tuch verwendet wurde.
Patron von Dieppe und Friesland; der Walker, Gerber, Hutmacher, Krämer, Pastetenbäcker und Konditoren.
Gedenktag ist der 3. Mai. (Phillipi und Jakobi)
