Eine Millionen Besucher im Jahr: St.-Michaelis-Kirche in Hamburg

9. März 2007

Einige Kirchen in Deutschland kennt (beinahe) jedes Kind. Unbedingt dazu gehört die St.-Michaelis-Kirche in Hamburg, vielmehr St.-Michaelis-Kirche in Hamburgbekannt unter ihrem Spitznamen: Hamburger Michel. Die Kirche ist eines, wenn nicht sogar das Wahrzeichen der Hansestadt. Ihr Turm erreicht eine Höhe von 132 Metern, ist damit einer der höchsten der Welt und schon von weitem zu sehen.

Der heutige Bau ist bereits der dritte an der selben Stelle. 1669 wurde der erste, 1687 der zweite Vorgängerbau abgeschlossen. Die Kirche wurde zur fünften Hauptkirche mit eigenem Kirchspiel in der Hamburger Neustadt. 1750 brannte der Bau nach einem Blitzeinschlag vollständig nieder.

 

Der dritte Kirchenbau wurde aus Backsteinen nach Plänen der Architekten Ernst Georg Sonnin und Johann Leonhard Prey bis 1786 erbaut. Der Stil ist nach der Epoche barock. Manche sagen, der Hamburger Michel sei der wichtigste protestantische Barockkirchenbau Deutschlands. Die Kirche hat den Grundriss eines Zentralbaus. Genau genommen, ist die heutige St.-Michaelis-Kirche bereits der vierte Bau, denn die Kirche von Sonnin und Prey brannte nach einem Feuer 1905 erneut bis auf die Grundmauern nieder. Innerhalb von sechs Jahren wurde die Kirche originalgetreu wiedererrichtet. Der Turm, der bis 1905 im oberen Teil „nur“ aus einem Holzgerüst mit Kupferverschalung bestand (er war aus Kostengründen schon in dieser Leichtbauweise errichtet worden), wurde beim Wiederaufbau mit einem Stahlkern versehen. Während der Bauarbeiten brannte der Bau erneut ab.1912 konnten die Arbeiten endlich abgeschlossen werden. Zur Zeit wird die Kirche erneut vollständig renoviert. 2007 soll die Renovierung abgeschlossen sein.

Im Turm befindet sich die größte Turmuhr Deutschlands. 21 Meter Durchmesser misst das Ziffernblatt. Die Uhrzeiger sind 4,91 m bzw. 3,65 m lang. Alle Achtung.

Zwei bekannt Komponisten waren Kantoren an der St.-Michaelis-Kirche: Georg Philipp Telemann (bis 1768) und sein direkter Nachfolger Carl Philipp Emanuel Bach (bis 1788). Letzterer liegt auch in der Kirche begraben, gemeinsam unter anderem mit dem Baumeister der Kirche, Ernst Georg Sonnin.

St.-Michaelis-Kirche

Bildnachweis: 1

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