Der Zöllner: Matthäus

14. März 2007

Berufung des Matthäus (Caravaggio)Drei Evangelien bezeichnen ihn als Zöllner. Als solcher soll er von Jesus auch von der Arbeit weg zu seinem Jünger berufen worden sein. Das Pikante daran war, dass Zöllner im Dienste stehende Büttel der Römer waren und darum von der Bevölkerung verachtet wurden.

Ursprünglich hieß Matthäus wohl Levi. Den neuen Namen erhielt er von Jesus persönlich; er bedeutet „Geschenk Gottes“.

Im Neuen Testament ist Matthäus selten zu finden. Die Überlieferung sieht in ihm den Verfasser des Matthäus-Evangeliums, was die historische Forschung jedoch ablehnt. Der Apostel soll nach der Niederschrift im Jahre 42 nach Parthien gezogen sein, um dort zu verkündigen. Von dort soll er nach Mesopotamien gegangen sein, wo er mehrer Wunder bewirkte und unter anderem einen Drachen besiegte. In Mesopotamien soll er auch von einem enttäuschten. Königsbruder mit dem Schwert erstochen worden sein, nachdem der Heilige des zukünftige Braut überzeugt hatte, doch besser in ein Kloster einzutreten. Andere Legenden sagen, dass er eines friedlichen Todes starb, oder sogar verbrannt worden sein soll.

Seine sterbliche Hülle wird seit 954 in der Kathedrale von Salerno in Italien aufbewahrt. Wird Matthäus als Evangelist dargestellt, ist der Mensch / Engel sein Attribut. Als Apostel wird ihm zumeist ein Schwert beigestellt.

Gedenktag ist der 21. September.

Patron von Salerno; der Bankangestellten, Finanz-, Steuer- und Zollbeamten; Wechsler und Buchhalter; gegen Trunksucht.

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