Er kann nicht gut allein sein: Die Erschaffung des Menschen

21. März 2007

Bevor Gott am siebten Tag ruhte, schuf er am Tag zuvor nicht nur die Landtiere, sondern auch den Menschen. Dabei kann letzterer sich freuen, wurde er doch als einziger Bestandteil der Gesamtschöpfung vom Schöpfer gesegnet.

adam.jpgBemerkenswert ist, das im Alten Testament der Mensch zweimal geschaffen wird. Im 1. Buch Mose im Kapitel eins erfolgt die Erschaffung des Menschen am Ende. In der Paradieserzählung des 2. Kapitel ist die Welt nach der Erschaffung des Menschen zunächst noch öd und leer. Erst dann erschafft Gott Wasser, Pflanzen und Tiere. Schließlich auch die Frau, da der Mensch nicht gut allein sein kann.

 

Auf beinahe allen Darstellung der Szene sind nur Adam und Gott zu sehen. Gewählt ist vom Künstler zumeist der Moment, indem Gott seiner Schöpfung „den Lebensatem einhaucht“. Im biblischen Originaltext geschieht das durch die Nase. In der Kunst oft durch eine Art Strahl. Manchmal, wie in der berühmten Darstellung durch Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle, auch durch Berührung (obwohl Gott Adam bei Michelangelo gerade noch nicht berührt, weswegen Adam und sein Finger auch noch recht schlaff sind).

Oft wird die „Erschaffung des Menschen“ (besser: “Die Erschaffung des Adam“) in Gesamtzyklen der Erschaffung der Welt eingebunden.

Quellen: 1. Buch Mose, Kapitel 1, Verse 26 – 30 und Kapitel 2, Verse 4 bis 7.

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