Monatsarchiv für März 2007

Er kann nicht gut allein sein: Die Erschaffung des Menschen

Mittwoch, den 21. März 2007

Bevor Gott am siebten Tag ruhte, schuf er am Tag zuvor nicht nur die Landtiere, sondern auch den Menschen. Dabei kann letzterer sich freuen, wurde er doch als einziger Bestandteil der Gesamtschöpfung vom Schöpfer gesegnet.

adam.jpgBemerkenswert ist, das im Alten Testament der Mensch zweimal geschaffen wird. Im 1. Buch Mose im Kapitel eins erfolgt die Erschaffung des Menschen am Ende. In der Paradieserzählung des 2. Kapitel ist die Welt nach der Erschaffung des Menschen zunächst noch öd und leer. Erst dann erschafft Gott Wasser, Pflanzen und Tiere. Schließlich auch die Frau, da der Mensch nicht gut allein sein kann.

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Am Ende des Jakobweges: Kathedrale von Santiago de Compostela

Sonntag, den 18. März 2007

Rückseite einer spanischen 5-Cent-MünzeNur eine wirklich bedeutende Kirche konnte es auf die Rückseite der spanischen 5-Cent-Münze schaffen. Und tatsächlich erhebt sich eine Kathedrale über dem Grab des Nationalheiligen Spaniens und eines der Lieblingsjünger Christi: Jakobus des Älteren, auf Spanisch Santiago genannt. Gegründet wurde die Stadt, in der die Kathedrale steht, jedoch als Umspannstation der antik-römischen Post. Hier wurden die Pferde gewechselt. Benannt wurde der Ort später nach dem Apostel: Santiago de Compostela (hl. Jakobus des Sternenfeldes). Die Stadt ist heute Hauptstadt der spanischen autonomen Gemeinschaft Galicien.
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Der Beliebte: Jakobus der Ältere

Sonntag, den 18. März 2007

Jakobus der ÄltereSantiago de Compostela und der Jakobsweg: die Namen kennt fast jeder, doch nur die wenigsten können etwas mit dem dahinter stehenden Apostel verbinden. Dabei war Jakobus der Ältere nicht nur einer von Jesus Lieblingsjüngern – neben Petrus und Johannes – sondern auch der erste Apostel, der den Märtyrertod fand.

Jakobus war ein Sohn des Zebedäus und somit auch ein Bruder des Apostel Johannes. Berufen wurde Jakobus beim gemeinsamen Fischen mit Simon Petrus und Andreas. Jakobus war wie Petrus und Johannes im Garten Gethsemane und bei der Verklärung anwesend und findet sich auch auf Darstellungen der Ereignisse. (more…)

Der Anfang von Allem: die Erschaffung der Welt

Freitag, den 16. März 2007

Der Ursprung der Welt (William Blake, 1824)Die Bibel beginnt mit einer kraftvollen Erzählung: der Schöpfungsgeschichte oder ‚Der Erschaffung der Welt’. In kraftvollen Worten wird geschildert, wie Gott in sechs Tagen, sechs Kapiteln gleich, ein Universum schuf.

Die Kunst kennt im Wesentlichen zwei Darstellungsarten: entweder wird die Geschichte auf den Kern des Satzes – die Erschaffung der Welt – reduziert, oder sie wird in sieben Kapiteln erzählt.

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Erben des Schiffbaus: Stabkirchen

Freitag, den 16. März 2007

Stabkirche in Borgund, NorwegenDie vielen Steinkirchen, denen in heutzutage Europa begegnet werden kann, täuschen darüber hinweg, das viele von ihnen auch mal einen kleinen Holzbau als Vorläufer hatten. In Nordeuropa, vor allem in Norwegen und in Schweden, aber auch in England, hat sich ein ganz besonderer Typ Holzkirchen entwickelt, der nicht von Steinbauten verdrängt wurde: die Stabkirche oder Mastkirche. Mit dem Kirchenbau in Stein haben Stabkirchen wenig gemein. Vielmehr orientierten sich die Baumeister an den Methoden des vertrauten Schiffbaus.

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Der Nachfolger: Simon Petrus

Mittwoch, den 14. März 2007

Simon Petrus als Papst (Peter Paul Rubens) Zusammen mit seinem Bruder Andreas ging Simon Petrus dem Beruf des Fischers nach. Beim Fischen wurden beide auch von Jesus zu Jüngern berufen (Markusevangelium Kapitel 1, Verse 16 bis 18). Eines der ersten Wunder Christi galt der Schwiegermutter des Petrus: Jesus heilte die Dame. Petrus war dabei, als Jesus auf dem See Genezerath wandelte, bei der Verklärung Jesu und der Fußwaschung, wo er sich als unwürdig bezeichnete, von Jesus die Füße gewaschen zu bekommen.

Bekannt ist die Szene, in der Petrus bei der Gefangennahme Jesu vor Zorn dem Diener Malchus das Ohr abschlug. Danach verleugnete Petrus Jesus drei Mal, noch ehe der Hahn krähte.

Petrus nimmt innerhalb der Apostel eine Sonderstellung ein. Im Matthäusevangelium (Kapitel 16, Verse 16 bis 19) bezeichnet Jesus ihn als „Fels“ (griechisch: pétros), auf dem er seine Kirche bauen will. Auch erhält Petrus von Jesus die „Schlüssel zum Himmelreich“. Darum steht Petrus nach dem Volksglauben an der Himmelstür und überwacht, wer hinein darf. Die besondere Bedeutung des Petrus führte dann auch dazu, dass in Rom den „Nachfolgern Petri“ eine besondere Stellung in der (katholischen) Kirche zukam.

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Frühe Backstein-Romanik: Klosterkirche in Jerichow

Mittwoch, den 14. März 2007

Klosterkirche JerichowBetritt der Besucher das Klostergelände wird er schnell überrascht: Kloster und Klosterkirche stehen inmitten einer ehemaligen LPG. Geht der Besucher nach Westen um die Kirche herum, findet er sich plötzlich auf einem Wirtschaftshof wieder. Es entsteht ein wenig der Eindruck eines klösterlichen, landwirtschaftlichen Betriebes.

Gegründet wurde das Kloster als Prämonstratenserstift. 1148 begannen an diesem Orte die Bauarbeiten zu Kloster und Kirche. Die Gebäude wurden komplett in Backstein und im Stil der Romanik ausgeführt. Somit gehört die Klosterkirche in Jerichow zu den ältesten noch bestehenden Zeugnissen des Backsteinbaus in Deutschland. 1175 waren die Kirche und ein Teil des Klosters fertig. Es folgten Winter- und Sommerrefektorium, die beiden Türme und 1220 bis 1230 schließlich der Bau des Kreuzganges. 1250 waren die Bauarbeiten abgeschlossen.

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Der Zöllner: Matthäus

Mittwoch, den 14. März 2007

Berufung des Matthäus (Caravaggio)Drei Evangelien bezeichnen ihn als Zöllner. Als solcher soll er von Jesus auch von der Arbeit weg zu seinem Jünger berufen worden sein. Das Pikante daran war, dass Zöllner im Dienste stehende Büttel der Römer waren und darum von der Bevölkerung verachtet wurden.

Ursprünglich hieß Matthäus wohl Levi. Den neuen Namen erhielt er von Jesus persönlich; er bedeutet „Geschenk Gottes“.

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Der Nachgeloste: Matthias

Mittwoch, den 14. März 2007

Er kandidierte gegen Joseph Barsabbas – und gewann. Nach Christi Himmelfahrt wollten oder mussten die Jünger Judas Ischariot ersetzten (Apostelgeschichte Kapitel 1, Vers 28). So taucht der Apostel auch erst auf Darstellungen zu Pfingsten oder der Entschlafung Mariens auf.

Die Legenden sind sich uneinig über das Wirken des Heiligen. Einige Überlieferungen zufolge predigte er in Galliläa, andere behaupten, er wäre bis in den Kaukasus oder sogar nach Äthiopien gelangt.

Gemein ist den meisten Legenden, dass Matthias wegen seiner Predigten zum Tode verurteilt und letztendlich mit einem Beil hingerichtet wurde. Seine Hinrichtung soll um das Jahr 63 erfolgt sein.

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Blicke umher! St. Paul’s Kathedral in London

Montag, den 12. März 2007

Auch an dem Ort der St. Paul’s Kathedral folgten mehrer Kirchen aufeinander. Die erste war eine hölzerne und wurde wohl um 604 als Wrens tatsächlich ausgeführte KathedraleLondoner Bischofskirche errichtet. Brände zerstörten diese und die Wikinger 962 den darauf folgenden Bau. Deren Nachfolger wiederum, die Normannen, entschlossen sich 1087 zu einem Neubau, der bei seiner Fertigstellung einer der größten Kirchenbauten seiner Zeit werden sollten. 149 Meter Höhe maß der Vierungsturm. Mit Heinrich VIII. und den religiösen Wirren begann der Zerfall der Kirche. Beim Großen Stadtbrand von London 1666 wurde ein Großteil der Stadt und die alte St. Paul’s Kathedrale vollständig zerstört.

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