Monatsarchiv für März 2007

Eine Millionen Besucher im Jahr: St.-Michaelis-Kirche in Hamburg

Freitag, den 9. März 2007

Einige Kirchen in Deutschland kennt (beinahe) jedes Kind. Unbedingt dazu gehört die St.-Michaelis-Kirche in Hamburg, vielmehr St.-Michaelis-Kirche in Hamburgbekannt unter ihrem Spitznamen: Hamburger Michel. Die Kirche ist eines, wenn nicht sogar das Wahrzeichen der Hansestadt. Ihr Turm erreicht eine Höhe von 132 Metern, ist damit einer der höchsten der Welt und schon von weitem zu sehen.

Der heutige Bau ist bereits der dritte an der selben Stelle. 1669 wurde der erste, 1687 der zweite Vorgängerbau abgeschlossen. Die Kirche wurde zur fünften Hauptkirche mit eigenem Kirchspiel in der Hamburger Neustadt. 1750 brannte der Bau nach einem Blitzeinschlag vollständig nieder.

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Ein ‘Herrenbruder’: Jakobus der Jüngere

Freitag, den 9. März 2007

Auch Jakobus der Jüngere – wie Simon der Zelot – ein Bruder Christi gewesen sein. Davon geht zumindest die Katholische Kirche aus, da das Markusevangelium (Kapitel 3, Vers 18) ihn als Sohn des Alphäus bezeichnet. Sonst wird Jakobus der Jüngere (auch Jakobus minor genannt zur Unterscheidung von Jakobus major) im Neuen Testament nur in den Apostellisten genannt und dort auch noch ziemlich weit hinten.

Die Überlieferung bezeichnet den Apostel als einen Bischof von Jerusalem. Zumindest soll der „Herrenbruder“ – gemeinsam mit Petrus - einer der ersten Führer der Jerusalemer Gemeinde gewesen sein. Als solcher soll er eine goldene Platte auf dem Haupt getragen haben.

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Der Spätberufene: Paulus / Saulus

Freitag, den 9. März 2007

Paulus von TarsusPaulus war kein Jünger und auch kein Apostel im engeren Sinne. Er begegnete Christus erst nach Pfingsten („Damaskuserlebnis“). Durch die Briefe des Paulus im Neuen Testament ist sehr viel vom Wirken und Denken des Apostel überliefert worden.

Geboren wurde Paulus in Tarsus in einer strengjüdischen Familie. Vom Vater erbte Paulus das römische Bürgerrecht. Ursprünglich hieß Paulus auch Saulus. Beide Namen trug er wohl von Geburt an und brauchte sie nicht, wie das Sprichwort sagt, anlässlich seiner Bekehrung zu wechseln.

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Schema: Die innere Organisation eine Kirche

Mittwoch, den 7. März 2007

Die innere Organisation einer Kirche

Der Grundriss als Kreuz: Querschiff

Mittwoch, den 7. März 2007

Im Grundriss zeigen viele Kirchen seit der Romanik die Form eines Kreuzes. Die Symbolik ist natürlich kein Zufall. Dabei zeigt das kürzere Ende zumeist nach Osten, das längere Ende nach Westen. Da der Altar zumeist im Osten einer Kirche stand und steht, ist auch dieser Aufbau kein Zufall. Zum einen ist es praktischer, wenn der die Gemeinde aufnehmende Teil des Kirchenbaus der größere, also das Langschiff ist. Zum anderen sind die Kirchen ja nicht zufällig nach Osten – in Richtung Jerusalem – orientiert. Liegt also der kürzere Teil der auf kreuzförmigem Grundriss erbauten Kirche im Osten, liegt symbolisch auch der Kopf des Gekreuzigten gen Osten.

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Das Maß aller Dinge: die Vierung

Mittwoch, den 7. März 2007

Ein wichtiger Ort in Kirchen mit Lang- und Querhäusern ist der Punkt, an dem sich beide Schiffe schneiden. Dabei entsteht ein Joch, welches sowohl zum Lang- als zum Querschiff gehört. Dieses Joch wird ‚Vierung’ genannt. In romanischen Kirchen wird die Vierung gegenüber den übrigen Jochen oft besonders betont, in dem größere, tiefer hinabreichende Bögen das Vierungsjoch von denen im Querschiff, insbesondere aber auch im Langschiff abtrennen. Eine solchermaßen betonte Vierung wird als ‚ausgeschieden’ bezeichnet.

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Exklusiv für den Klerus: der Chor

Mittwoch, den 7. März 2007

Das Maß des Vierungsquadrates war im gebunden System auch maßgeblich (im wahrsten Sinne des Wortes) für den zentralen Kirchenbereich, der (zumeist östlich) auf das Vierungsquadrat folgt: den Chor.
Der Chor war in Kirchen ursprünglich der Bereich, der allein dem Klerus vorbehalten war. Der Name stammt von den Sängern, die anfänglich in der Nähe des Altars platziert waren.

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Kein Durchblick: der Lettner

Mittwoch, den 7. März 2007

Lettner in der Abtei Brou (Bourg-en-Bresse, Frankreich)

Früher war der Chor gegenüber dem Langhaus, also dem Raum für die Nicht-Kleriker, häufig durch einen massiven Sichtschutz abgeschlossen: den Lettner. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen: legere (lesen) oder lectorium (Lesepult). Oben auf dem Lettner war eine kleine Lesebühne, von der der versammelten Gemeinde aus der Heiligen Schrift vorgelesen werden konnte. Die meisten Lettner sind nach der Reformation in evangelischen, aber auch in vielen katholischen Kirchen herausgerissen worden. Erhalten haben sich zwei Lettner, ein romanischer und ein gotischer, im Dom zu Naumburg.

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Der Chorumgang

Mittwoch, den 7. März 2007

In der Romanik vereinzelt und in der Gotik sehr häufig schufen die Baumeister sogenannte ‚Chorumgänge’. Oft entstanden in einfacher Verlängerung der Seitenschiffe des Langschiffes über das Querhaus hinaus Gänge, in denen der nun innen liegende Chorraum vollständig umgangen werden konnte.

Da der Chor von den Seiten einsehbar geworden wäre, wurde das Prinzip des Lettners auf die Chorseiten ausgedehnt, wenn auch nicht so massiv.. Die errichteten Mäuerchen heißen ‚Chorschranken’. Oft wurden die Chorschranken bemalt oder sogar mit Skulpturen versehen. Sehr berühmt sind die spätromanischen Chorschranken aus der Liebfrauenkirche in Halberstadt.

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Viele Mönche brauchen viele Altäre: der Staffelchor

Mittwoch, den 7. März 2007

In Ordenskirchen, in denen eine große Anzahl an Priestern (Priestermönchen) täglich Messen lesen musste, wurde auch eine große Anzahl an Altären gebraucht. Dies wurde architektonisch in vielen Fällen so gelöst, dass vom Querschiff am östlichen Ende eine ganze Reihe von Kapellen abgehen. Zumeist ist auch hier die zentrale Kapelle die größte, während die seitlich kleiner sind. Befinden sich mehrer Kapellen am östlichen Ende, die nach Größe gestaffelt sind, spricht man von einem ‚Staffelchor’.

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