Die Architekten von Barockkirchen arbeiteten gerne mit Ovalen. Manchmal, wie im Fall der Wieskirche, genügte eins (oder zwei), manchmal wurden gleich mehrere verwandt, die sich überschneiden.
Der Grundriss der Wieskirche zeigt im Westen eine Eingangshalle hinter der Westfassade mit ihren drei Durchlässen, die sicherlich für die hl. Dreieinigkeit stehen. Der zentrale ovale Raum wird durch Säulenpaare in zwei ineinander liegende Ovale unterteilt, was im Raum selbst kaum auffällt. Hinter den Säulen kann das innere Oval aber umlaufen werden und über dem Gang befindet sich eine eigene Reihe von Deckenfresken.
Im Osten liegt der Chorraum mit dem Hauptaltar, in dem sich die wundertätige Figur des gegeißelten Jesus (Heiland) befindet. Der Chorraum kann theoretisch (und vermutlich manchmal auch praktisch) umgangen werden, wie es in Wallfahrtskirchen aus logistischen Gründen nicht unüblich ist.
Im Grundriss angedeutet finden sich auch die Umrisse der Deckenfresken.

