Frühe Berufung als Arzt: Pantaleon

18. April 2007

Buchmalerei, 1493, Hartmann Schedels Nürnberger WeltChronikSchon als Kind soll Pantaleon gespürt haben, dass er über eine besondere Fähigkeit verfügt: er konnte Kranke heilen. Der auch Pantaleimon genannte spätere Heilige, der in der Mitte des 3. Jahrhunderts – wie die hl. Barbara - in Nikomedia, dem heutig Izmit in der Türkei, zur Welt gekommen sein soll, vervollkommnte seine Kunst so weit, dass ihn der römische Kaiser Maximian zu seinem Leibarzt ernannt. Doch Pantaleon, der schon eine christliche Mutter hatte und dem es früh gelungen war, seinen Vater zu bekehren, heilte eines Tages die Kaiserin und versuchte auch sie zu bekehren. Dabei wurde Pantaleon belauscht und an den Kaiser verraten. Der dankte daraufhin ab und ging freiwillig in die Verbannung.

Maximians Nachfolger jedoch ließ Pantaleon verhaften, martern und schließlich im Jahre 305 hinrichten. Ein Schwertschlag soll des Heiligen Kopf gespalten haben. Aus der Wunde floss angeblich Milch.

Bereits im 4. Jahrhundert begann die Verehrung des hl. Pantaleons. Besonders in der Ostkirche wird der Heilige als ‚Großmärtyrer’ und einer der Heiligen Ärzte hochverehrt. Kaiser Justinian ließ ihm zu Ehren bereits 550 in Konstantinopel eine Kirche erbauen. Unter byzantinischem Einfluss entstand so auch eine Kirche in Ravenna.

Auch in Deutschland gibt es bedeutende dem Pantaleon geweihte Kirchen, so unter anderem in Köln und in Zwiefalten. St. Pantaleon in Köln verfügt auch über einige Reliquien. An mehreren Orten, zum Beispiel in Bari, Venedig und Madrid werden sogenannte Pantaleon-Ampullen verehrt, die TropfeSt. Pantaleimon auf einer Ikone - typisch für alle Ikonen des Heiligen ist das Medizinkästen und der Löffeln der Milch enthalten sollen, die dem Heiligen aus der Schädelwunde floßen.

In der Kunst wird er seit dem späten Mittelalter in der westlichen Kunst mit an den Kopf genagelten Händen gezeigt. Also solcher ist auch zumeist in Darstellungen der 14 Nothelfer zu erkennen, zu denen Pantaleon seit dem Mittelalter gezählt wird. Selbstverständlich ist er Patron der Ärzte und Hebammen.

Tag: 27. Juli

Patron von Köln; der Ärzte, Ammen, Hebammen; der Haustiere; gegen Kopfschmerzen, Auszehrung, Heuschreckenplage; bei Verlassenheit und Viehkrankheiten

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