Bei den Midianitern: Mose und Jitros Töchter

Mose verteidigt Jitros Töchter, Il Rosso (Fiorentino), 1523Mose ist zwar ein Hebräer, lebt aber bei der Tochter des Pharao. Eines Tages geht er hinaus aufs Feld, wo die Israeliten, die der Pharao zur Zwangsarbeit verurteilt hat, schuften müssen. Da sieht Mose einen Ägypter, der einen Hebräer züchtigt. Mose fühlt sich seinem Volk immer noch verbunden. Er schaut sich kurz um, ob auch niemand ihn beobachtet und erschlägt den Ägypter. Doch die Tat wird unter den Ägyptern bekannt und Mose flieht in die Wüste.

Auf seinem Weg kommt Mose in einen Ort namens Midian. Dort trifft er an einem Brunnen sieben Mädchen, die ihre Herden tränken wollen, woran die Hirten sie aber hindern. Mose kommt den Mädchen zu Hilfe, vertreibt die Hirten und tränkt das Vieh der Mädchen.

Der Vater der Mädchen, ein Priester mit den zwei Namen Reguel und Jitro, lädt Mose zum Dank für seine Hilfe ein. Mose entschließt sich, bei ihm zu bleiben. Schließlich heiratet er sogar eines der Mädchen, Zippora, die ihm zwei Söhne schenkt. Einer der Söhne bekommt den Namen Gerschon, was Gast im fremden Land bedeutet. In späteren Zeit wird ein Mann namens Gideon die Israeliten vor einem Angriff der Medianiter retten.

Die christliche Kunst liebte Brunnenszenen, weshalb auch Moses Hilfe für die sieben Mädchen ein regelmäßig dargestelltes Thema in der Kunst seit der Renaissance wurde. Dabei kann die Hilfeszene mal mehr, mal weniger energisch ausfallen, doch selten ohne Landschaft.

Quelle: Exodus 2,16-22

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