Auf neun schlimme Plagen reagierte der Pharao mit Ver- weigerung. Er wollte das Volk Israels einfach nicht ziehen lassen. Da kündigte Mose die zehnte und schlimmste Plage an: alle Erst- geborenen in Ägypten müssten sterben.
Damit der Tod jedoch die Söhne der Israeliten verschone, wurde den Familienvätern ein Ritus vorgeschrieben. Sie sollten ein einjähriges Lamm schlachten und es mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern noch in der selben Nacht essen. Mit dem Blut des Lammes sollte der Türpfosten bestrichen werden. Diese Blut würde für den Tod das Erkennungszeichen sein.
Auch das Verspeisen des Lammes selbst sollte vorbereitet erfolgen. So sollten die Hüften gegürtet sein, die Füße mit Schuhen bekleidet und der Stab in der Hand gehalten werden.
Um Mitternacht wurden dann alle Erstgeborenen der Ägypter – Mensch und Tiere – erschlagen. So auch der Sohn des Pharao. Noch in der selben Nacht rief der Pharao Mose und Aron und befahl den Israeliten sein Land und sein Volk zu verlassen.
Das in der Geschichte beschriebene Mal gilt als der Ursprung des Pessach-Festes. Das Judentum feiert mit dem Fest den Auszug aus Ägypten. Im Neuen Testament wird mit der Bezeichnung Pessach (hebräisch) oder Pascha (aramäisch) sowohl das Fest, als auch das Lamm und das Mal versehen.
Die christliche Kunst zeigt das Pessach gelegentlich. Ikonografisch wird das Ereignis als Vorankündigung des Abendmahls verstanden.
Quelle: Exodus 12,1-36
