St. Nikolai in Wismar

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Die Kirche St. Nikolai in Wismar hat eindeutig nur einen Turm, der aber sehr hoch war, womit er anderen Küstenstädten folgte. Die schweren Grundmauern sind gut zu erkennen. Im 18. Jahrhundert ist die Turmhaube bei einem Sturm jedoch eingestürzt. Ansonsten folgt auch dieser Bau dem französischen Kathedralschema. Doch wie St. Marien in Lübeck fehlt St. Nikolai ein “echte” Querschiff mit dem Unterschied, dass im Innenraum zumindest der Eindruck entstehen könnte, als sei eines vorhanden.

Am Beispiel von St. Nikolai wird auch der Unterschied zu St. Marien sichtbar. Die beiden westlichsten Chorumgangskapellen liegen nicht in der direkten Flucht der Seitenschiffe, sondern sind nach Norden und nach Süden “herausgeschwenkt”. In dieser Ausführung folgt die Kirche ihrem Vorbild, dem Dom zu Lübeck.

Im Norden und im Süden verfügt St. Nikolai als alte Bürgerkirche über zwei komplette Reihen von Seitenkapellen, die von reichen Bürgerfamilien gestiftet und als Grablegen verwendet wurden.

Nicht am Grundriss zu erkennen, sind die Proportionen des Baus. St. Nikolai ist eine Basilika und hat ein verhältnismäßig schmales Mittelschiff, welches aber mit rund 37 Metern Gewölbehöhe ordentlich hoch ist. Durch das schmale Mittelschiff wirkt die Kirche noch höher, als sie es in Wirklichkeit ist.

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