Kathedrale Maria de la Sede in Sevilla

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Die größte gotische Kathedrale der Christenheit entspricht eindeutig nicht dem französischen Kathedralschema. Vielmehr dürfte der interessante Grundriss auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass sich die Kathedrale von Sevilla über den Grundmauern der alten Moschee (Mezquita mayor) erhebt, deren Bau sich sicher nicht an der Gotik oder an den Franzosen orientierte.

Auf jeden Fall besteht die Kirche aus vier Seitenschiffe, einem kaum breiteren (aber etwas höheren) Mittelschiff und einem eben so breiten und lichten Querhaus. Eindeutig spätgotisch sind die Gewölbe in der Vierung und in den angrenzenden Jochen, auch wenn die Gotik wohl einen spanischen Einschlag hat. Alle anderen Joche (Mittelschiff, Seitenschiffe, Kapellen) sind mit Kreuzrippengewölben versehen.

Außen an die Seitenschiffe schließen Seitenschiffkapellen an, die das ganze Gebäude im Grundriss siebenschiffig wirken lassen. Doch gut sichtbar sind die festen Mauern, die die Seitenkapellen trennen.

Auffällig sind zum einen das Portal im Westen (die Kirche ist tatsächlich weitestgehend geostet) und zum anderen der fast romanisch anmutetenden Chorraum im Osten, der fein säuberlich vom Schiff abgetrennt ist. Über dem Chor selbst erhebt sich eine runde Kuppel. Die Querschiffe enden gleichfalls in großen Portalen, deren Gewände gut zu erkennen ist.

In der Nordwest-Ecke des Grundrisses findet sich auch der Grundriss der Giralda, des Glockenturms der Kathedrale, welcher dereinst das Minarett der Großen Moschee war.

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