St. Lazare in Autun
18. Mai 2007Am Grundriss fällt als erstes auf, dass offensichtlich im Westen eine große Pforte mit Treppentürmen im Norden und im Süden mitten im Gebäude zu stehen scheint. Tatsächlich verfügt die Kirche aber über eine nach allen Seiten offene Vorhalle, die genau die zwei Joche ausmacht, die bis zum Portal reichen.
Über dem Westportal befindet sich das berühmte Jüngste Gericht des Meisters Gislebertus, einem Meisterwerk der burgundischen, romanischen Bildhauerkunst.
Auch der Rest des Grundrisses verrät schnell den romanischen Ursprung. Es herrscht annähernd das gebunden System, die beiden Seitenschiffe enden im Osten in Kapellen und das Mittelschiff in einer Apsis. Zusätzlich ist im Bereich der Vierung ein Querschiff zu sehen, welches Langschiff und Chor trennt.
Während die Seitenschiffe mit romanischem Kreuzgratgewölbe versehen sind, befindet sich über dem Mittelschiff die typische burgundische Spitztonne, die durch Gurtbögen aufgelockert und wohl auch gestützt wird. St. Lazare ist übrigens - wie sollte es auch anders sein - eine Basilika.
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