Kathedrale Ste-Cécile in Albi

27. Mai 2007

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Die Kathedrale von Albi ist ein in jeder Hinsicht bemerkenswerter Bau. Im Grundriss verraten das vor allem die dicken Linien der Mauern. Die Mauern sind rund sechs Meter dick. Die Kirche stammt aus der Gotik (1282 bis 1480), wurde in Backstein aufgeführt und sieht von Außen mehr einer mächtigen Festung als eine Kirche ähnlich. Die Außenwand ist durchgehend flächig und nur von den Fenstern durchbrochen. Das Strebewerk ist nicht wie üblich nach Außen sondern nach Innen gebaut worden.

Obwohl die Kathedrale von Albi verhältnismäßig groß ist besteht der Innenraum, wie am Grundriss zu erkennen, aus nur einem Saal. Im Norden und im Süden befinden sich zwischen den dicken Mauern des nach Innen gebauten Strebewerkes - ähnlich wie in einer Wandpfeiler-Kirche - Seitenkapellen. Das Kreuzrippengewölbe und der typische Chorabschluss der Kirche im Osten verrät den gotischen Bau. Auch die Wände des Turmes mit den vorspringenden Rundungen deutet auf das Festungsartige der Kirche.

Kathedrale von Albi, Blick nach Osten (Foto: Johann Cardon)

Der Stadt Albi verdanken die Albigenser ihren Namen. Die Albigenser, auch Katharer genannt, waren “häretische” Christen, die in grausamen mehreren Kriegen (11. bis 14. Jahrhundert) fast vollständig vernichtet wurden. Wahrscheinlich glaubten die Erbauer der Kirche, dass in einer Region mit so großen sozialen Unruhen eine wehrhafte Kirche benötigt würde.

Die Kathedrale von Albi gilt als größtes Backsteingebäude überhaupt. Im Innern überraschen hübsche Fresken aus der Frührenaissance (15. Jahrhundert).

Bildnachweis: 1

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