St. Wolfgang in Schneeberg (Erzgebirge)

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Die Kirche ist größer, als der Grundriss zuerst vermuten ließe. Tatsächlich ist die Wolfgangskirche in Schneeberg mit einer Länge von 61 Metern sogar eine der größeren Hallenkirchen der Spätgotik.

Die Spätgotik in Schneeberg ist nicht nur einfach Spätgotik sondern späteste Gotik. Sie ist so spät, dass der Kirchenbau schon von der Reformation beeinflusst wurde. Die Kirche wurde 1516 bis 1540 im Auftrag des Kurfürsten Friedrichs des Weisen gebaut, der bekanntlich der große Beschützer Martin Luthers war. Als Kennzeichen für den Einfluss der Reformation können zum Beispiel die großen Emporen betrachtet werden.

St. Wolfgangskirche in Schneeberg, Inneres (Foto: André Karwath)

Der Grundriss verrät nicht, wo die Säulen stehen, die das typische filigrane Gewölbe der Spätgotik abstützen. Im Chorraum findet sich sogar Netzgewölbe. Die Halle ist aber gut zu erkennen. Das ganze Innere wirkt wie ein lichtdurchfluteter Raum. Trotz eine polygonalen Abschlusses, ist der Chorraum nicht von der übrigen Halle abgesetzt.

Der Turm im Westen wirkt im Grundriss ein wenig drangesetzt, fügt sich aber in der Außenansicht harmonisch an das für Hallenkirchen typisch große und steile Dach.

Bildnachweis: 1 – 2

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