Auch die Besten müssen irgendwann sterben. Mose war da keine Ausnahme. Unglücklich für Mose war, dass Gott die Israeliten, als sie mal wieder murrten, dereinst bestraft hatte. Keiner der Bestraften, außer zweien – Kaleb und Josua – sollten das Gelobte Land betreten dürfen. Also musste auch Mose sterben.
Das 5. Buch Mose, das Deuteronomium, handelt im Wesentlichen von den letzten Lebenstagen des Mose. Das Buch enthält seine Abschiedsreden und eine kurze Beschreibung von Tod und Begräbnis. Im Deuternonomium findet sich aber auch der berühmte ‚Segen’ des Mose, der auch sein Testament ist. Der Text ist in der Form von psalmenartigen ‚Stammessprüchen’ verfasst.
Vor seinem Tod erweist der Herr seinem Diener Mose noch eine letzte Gnade. Er führte ihn auf den Berg Nebo gegenüber der Stadt Jericho und lässt ihn einen Blick auf das Gelobte Land werfen. Betreten darf Mose es freilich nicht. Kurz darauf stirbt Mose und wird an einem Ort begraben, den auch das Alte Testament als ‚unbekannt’ bezeichnet. 30 Tage beweinen die Israeliten ihren toten Anführer.
In der Kunst wurde der Tod des Mose sehr oft in Zyklen eingebettet, die Szenen aus seinem Leben zeigen. Dargestellt ist dabei zumeist der Moment, kurz bevor der Leichnam des Mose in Tücher gehüllt wird.
Quelle: Deuteronomium 31-34


