Dom St. Peter zu Worms

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Der Dom in Worm zeigt im Grundriss eine erstaunlich schlanke Form. Ansonsten erweist sich die Kirche schon auf den ersten Blick als ein romanischer Bau. Im Osten und im Westen befindet sich je ein Chor. Zum Osten hin ist das Querschiff zu erkennen. Der ganze Bau ist im Großen und Ganzen im gebundenen System errichtet.

Auch die beiden Seitenkapellen neben dem Ostchor sind nichts besonderes, genauso wenig wie die vier Türme mit rundem Grundriss neben den Chören.

Zu erkennen ist, das der Ostchor beinahe noch rein romanische Formen zeigt (Chorquadrat plus Chorapsis). Der Westchor hingegen ist im erstaunlichen Stil der rheinischen Spätromanik errichtet worden, der zwar im Wesentlichen noch romanische Formen nutzte – Rundbögen, Rundbogenfries und Lisenen – aber schon mit den aus dem nahen Frankreich herüberschwappenden gotischen Formen Umgang fand. So hat der Westchor in Worms einen polygonalen Grundriss und – am Grundriss nicht zu erkennen – sogar eine große Fensterrose.

Das Gotische zeigt sich auch den Gewölben. Während die Seitenschiffe noch über romanische Kreuzgratgewölbe verfügen, findet sich über dem Mittelschiff schon ein Kreuzrippengewölbe. Ungewöhnlich ist das Gewölbe über der Vierung. Hier wurde offensichtlich eine kleine Kuppel eingezogen.

Der Wormser Dom wurde im wesentlich im 12. Jahrhundert gebaut. Begonnen wurde 1130 – wie beinahe überall – im Osten. Als letztes schloss man die Westtürme um 1180 ab.

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