Während der ersten Jahrhunderte nach Christus hat es mehrer größere Christenverfolgungen gegeben. Auch unter den römischen Kaisern Diokletion und Licinius wurden Christen verfolgt. Zu der Zeit, also der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts, lebte – so die Legenden – auch ein Arzt namens Blasius in Sebaste, dem heutigen Sivas in der Türkei. Über Blasius ist nur wenige Sicheres überliefert. In der Legenda aurea wurden viele Geschichten um den Heiligen gesammelt und bestimmten später die Darstellung des frühen Märtyrers. Blasius soll 316 unter Licinius das Martyrium erlitten haben.
Zuvor soll Blasius, der auch Bischof von Sebaste war, vor den Christenverfolgungen in eine Höhle geflüchtet sein. Dort bewachten und ernährten ihn wilde Tiere. Aus seinem Versteck heraus soll Blasius auch sein Bischofsamt weiter ausgeübt haben. Eines Tages war eine Frau zu ihm gekommen und hatte geklagt, dass ein Wolf ihr Schwein geraubt hätte. Blasius’ Gebet brachte den Wolf dazu, das Schwein zurück zugeben. Die Frau schlachtete das Schwein und gab es Blasius. Er forderte die Frau auf, zum Gedenken an das Ereignis jedes Jahr eine Kerze anzuzünden.
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