Monatsarchiv für Juni 2007

St. Wolfgang in Schneeberg (Erzgebirge)

Dienstag, den 5. Juni 2007

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Die Kirche ist größer, als der Grundriss zuerst vermuten ließe. Tatsächlich ist die Wolfgangskirche in Schneeberg mit einer Länge von 61 Metern sogar eine der größeren Hallenkirchen der Spätgotik.

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Mehr als der Reiter: der Bamberger Dom

Montag, den 4. Juni 2007

Bamberger Dom am Domplatz (Foto: Berthold Werner)

Es gibt erstaunlich wenige mittelalterliche Kirchen, die nicht zumindest einmal abgebrannt sind. Oft war ein solches zerstörerisches Feuer Anlass, die Kirche schöner, größer und – vor allem – im gerade vorherrschenden Stil der Zeit neu aufzubauen. Der Dom zu Bamberg brannte sogar zweimal ab. Nach dem ersten Mal wurde er noch notdürftig geflickt, nach dem zweiten Mal jedoch entschloss man sich zu einem Neubau.

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Gekreuzte Kerzen gegen Halsweh: Blasius

Sonntag, den 3. Juni 2007

Hl. Blasius, Altartryptichon, Hans Memling, 1491 Während der ersten Jahrhunderte nach Christus hat es mehrer größere Christenverfolgungen gegeben. Auch unter den römischen Kaisern Diokletion und Licinius wurden Christen verfolgt. Zu der Zeit, also der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts, lebte – so die Legenden – auch ein Arzt namens Blasius in Sebaste, dem heutigen Sivas in der Türkei. Über Blasius ist nur wenige Sicheres überliefert. In der Legenda aurea wurden viele Geschichten um den Heiligen gesammelt und bestimmten später die Darstellung des frühen Märtyrers. Blasius soll 316 unter Licinius das Martyrium erlitten haben.

Zuvor soll Blasius, der auch Bischof von Sebaste war, vor den Christenverfolgungen in eine Höhle geflüchtet sein. Dort bewachten und ernährten ihn wilde Tiere. Aus seinem Versteck heraus soll Blasius auch sein Bischofsamt weiter ausgeübt haben. Eines Tages war eine Frau zu ihm gekommen und hatte geklagt, dass ein Wolf ihr Schwein geraubt hätte. Blasius’ Gebet brachte den Wolf dazu, das Schwein zurück zugeben. Die Frau schlachtete das Schwein und gab es Blasius. Er forderte die Frau auf, zum Gedenken an das Ereignis jedes Jahr eine Kerze anzuzünden.

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Ein Stern soll aufgehen: Bileam und sein Esel

Samstag, den 2. Juni 2007

Bileam und der Esel, Gustav Jäger, 1808

Märchen waren schon immer beliebt. Besonders auch die, in denen sprechende Tiere vorkommen. In der biblischen Erzählung von Bileam spricht sogar ein Esel. Bileam war ein Seher. Er war von Balak, dem König von Moab, gerufen worden. Balak wollte von Bileam, dass dieser gegen fürstliche Bezahlung das Volk Israels verfluche, welches in den Steppen Moabs lagerte, denn Balak fürchtete die Israeliten. Doch Bileam weigerte sich zunächst. Erst als Balak seine Aufforderung mit Nachdruck wiederholte, bestieg Bileam seinen Esel – nach andere Überlieferung eine Eselin – und machte sich auf den Weg zum König der Moabiter.

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Klein, aber sehr fein: San Carlo alle Quattro Fontane in Rom

Freitag, den 1. Juni 2007

St. Carlo alle Quattro Fontane, Kuppel mit Kassettierung (Foto: G. Dallorto)

Bekanntlich ist Rom eine, wenn nicht die Stadt auf den sieben Hügeln. Einer von den Hügeln ist der Quirinal. Auf ihm steht nicht nur der Quirinals-Palast, der Amtssitz des italienischen Staatspräsidenten, sondern hier kreuzen sich auch zwei Straßen, die Via Quirinale und die Via delle Quattro Fontane. Der Name der zweiten Straße ist Programm. An jeder Häuserecke der Kreuzung befindet sich ein Brunnen. Aus den Brunnen sprudelt auch an heißen Sommertagen klares, frisches Wasser, welches aus den nahen Albanerbergen kommt. Es wird über teilweise uralte, noch aus römischer Zeit stammende Wasserleitungen zu vielen Brunnen und Fontänen in der ganzen Stadt geführt.

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