Monatsarchiv für Juli 2007

Phantastisch und brutal: Die Taten des Simson

Dienstag, den 31. Juli 2007

Simson und das Portal von Gaza, Glasmalerei aus dem Kloster Alpirsbach, 1160-1170

Die Sagen um Simson waren beliebt und wurden sogar in Bühnenstücken aufgeführt. Wie bei volksnahen Geschichten üblich, haben die Legenden um Simson gelegentlich komische Seiten, hin und wieder grausame und manchmal auch beide. Natürlich ist oft auch etwas phantastisches Teil der Erzählungen.

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Des Rätsels Lösung erheult: Die Hochzeit des Simson

Dienstag, den 31. Juli 2007

Simson gibt an der Hochzeitstafel sein Rätsel auf, Rembrandt van Rijn, 1638

Auf dem Weg zur Hochzeit schaut Simson in den Kadaver des von ihm zerrissenen Löwen. In der Leiche hat ein Bienenschwarm eine Nest gebaut. Bei den Philistern angekommen, stellt Simson ein Rätsel. Vom Starken kommt Süßes. Was sei das? Könnten die Philister das Rätsel lösen, so bekämen 30 von ihnen ein Festgewand von Simson spendiert.

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Haarig, aber ein Held: Simson

Dienstag, den 31. Juli 2007

Simson und der Löwe, Weltenchronik des Rudolf von Ems, um 1340Israel hatte auch schon eine Geschichte weit vor den Königen. In der Zeit von 1200 bis 1020 vor Christus wurden die Hebräer von Stammes- herrschern geführt, die als Richter bezeichnet werden und deren Geschichten in den gleichnamigen Büchern des Alten Testaments zu finden sind. Die Richter- Geschichten sind oft Retter-in- der-Not- Geschichten. Einer der Richter und Retter war der sagenhafte Simson, auch Samson genannt. Auch er erschien, als die Stämme Israels mal wieder in einer bedrohlichen Situation waren. Diesmal sind die Philister wieder der Hauptfeind Israels. Die Philister besiedelten die Küsten des Landes und gaben ihm den Namen (Palästina = Land der Philister). Die Israeliten waren aber nicht zufällig Feinde der Philister geworden. Denn da sie mal wieder ungehorsam gegenüber ihrem Gott waren, hatte der sie zur Strafe für 40 Jahre in die Gewalt des Küstenvolkes gegeben.

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Sechzehn gotische Ochsen: Kathedrale von Laon

Montag, den 30. Juli 2007

Laon, Westtürme mit Ochsenfiguren (Foto: Remih)

Sechzehn vollplastische lebensgroße Kuh-Skulpturen schauen von den Türmen der Kathedrale. Man weiß wann die Viecher dahin gekommen sind – um 1200 – aber eigentlich nicht warum. Früher glaubte man, es seien Denkmäler für die Ochsen, die beim Bau der Kirche geholfen hätten. Heute gibt es welche, die glauben, mit den Ochsen könnten die Ochsen im Tempel Salomos gemeint sein, die im Buch der Könige des Alten Testamente erwähnt werden. Auf jeden Fall ist es ein origineller Schmuck für die Türme. Allerdings passt der Schmuck zu den Türmen, denn die sind selbst durchaus als originell bezeichnen, mit ihren von Galerien oder Fialen umstellten achteckigen Turmaufbauten.

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1.000 Ehefrauen: Der Bundesbruch Salomos

Donnerstag, den 26. Juli 2007

Salomos Götzendienst, Sebastiano Ricci, 1724

Er war ein weiser und gerechter König, aber er hatte 700 Ehefrauen und dazu noch 300 Nebenfrauen. Viele der Nebenfrauen waren keine Hebräerinnen und glaubten an andere Götter. So weise und gerecht Salomo auch war. Von seinen Nebenfrauen ließ er sich verführen zur Verehrung anderer Götter.

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Uralt: St. Emmeram in Regensburg

Mittwoch, den 25. Juli 2007

St. Emmeram, Mittelschiff mit Blick gen Osten (Foto: DALIBRI / S. Kormann)

Die früheste Nachricht von eine Kirche stammt aus der Jahrhundertwende vom 7. zum 8. Jahrhundert. Der bayerische Herzog Theodo ließ die Gebeine des heiligen Emmeram, der erst kürzlich bei Helfendorf den Märtyrertod erlitten hatte, in seine Residenzstadt Regensburg bringen und dort beisetzen. Sein Grab fand der Heilige in einem Kirchlein namens Georgskirche, welches höchstwahrscheinlich noch aus spätrömischer Zeit stammte und dessen Lage wohl an der Stelle des heutigen südlichen Nebenchors der bestehenden Kirche, dem sogenannten Georgenchor, zu suchen ist. Schon bald setzte eine umfangreiche Wallfahrt zu den Reliquien ein. Auch entstand unmittelbar zum Heiligengrab eine Benediktinerabtei, die recht bedeutend war. Der Bischof des 739 entstandenen Bistums Regensburg war bis 975 zugleich Abt des Benediktinerklosters St. Emmeram.

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Geschenke und großes Gefolge: Der Besuch der Königin von Saba

Dienstag, den 24. Juli 2007

Der Besuch der Königin von Saba, Lorenzo Ghiberti, 15. Jahrhundert, Florenz (Foto: richardfabi)

Nicht nur Israel war voll der Kunde über die Weisheit und den Reichtum seines Königs. Der Ruhm Salomos strahlte weit über die Grenzen seines Reiches hinaus. So erfuhr auch die Königin von Saba von Salomo und beschloss, ihn mit großen Schätzen und noch größerem Gefolge in Jerusalem zu besuchen. Dort wollte die Königin Salomo mit kniffligen Rätseln prüfen, ob den auch alles so stimme, was berichtet wird.

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Göttliche Weisheit: das Urteil des Salomo

Montag, den 23. Juli 2007

Das Urteil des Salomo, Elfenbeinschnitzerei von einem Bucheinband, 10. bis 11. JahrhundertDie Geschichte ist bekannt: zwei Dirnen treten vor Salomo und schildern ihm ihren Streit. Beide Frauen wohnen im selben Haus und haben innerhalb weniger Tage jede eine Kind zur Welt gebracht. Eines der Kinder starb bereits in der ersten Nacht. Eine der Dirnen wirft nun der anderen vor, das eigene Kind erdrückt und der das lebende Kind gestohlen zu haben. Die andere Dirne streitet das ab und behauptet, das lebende Kind sei ihr Kind. Salomo steht vor einem unlösbar scheinenden Dilemma.

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Gotische Zwiebeltürme: Frauenkirche in München

Sonntag, den 22. Juli 2007

Frauenkirche in München (Foto: Chris 73)

Das himmlische Jerusalem war für die Baumeister der Gotik ein allzeit anzustrebendes Ideal ihrer Kunst. Das ging auch Jörg von Halspach nicht anders, der die Frauenkirche zu München entworfen hatte und sie auch errichten ließ. Die Kirche konnte schon im Todesjahr des Architekten, 1488, abgeschlossen werden. Halspach orientierte sich bei seinem Entwurf wohl an einem Textabschnitt aus der Offenbarung des Johannes, indem der das himmlische Jerusalem als wie aus Kristallen errichtet beschrieb. Jörg von Halspach bemühte sich den Außenbau seiner Frauenkirche kristallartig klar und kantig zu gestalten, was sich in den Profilen der Innenpfeiler fortsetzt. Auch die Verzierung des äußeren Ziegelbaus sollten wohl die Kristallstruktur der ganzen Architektur fortsetzen.

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Weise, reich und leicht zu verführen: Salomo

Samstag, den 21. Juli 2007

Rekonstruktion des Tempels des Salomo, vollendet im 10. Jahrhundert vor Christus

Der zweite Sohn Davids mit Batseba geriet mit seinem älteren Bruder schon zu Lebzeiten des Vaters in Thronstreitereien. Doch Salomo obsiegte. David selbst setzte seinen Sohn als König ein. Nachdem Salomo gesalbt worden war, erschien ihm der Herr im Traum und gewährte ihm eine Bitte, die er erfüllen würde.

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