Herde geschont, Mann erpresst, Frau geheiratet: Abigajil vor David
16. Juli 2007David ist auf der Flucht vor Saul, der dieser in töten will. Dabei kommt David auch nach Maon im Bergland von Juda, wo ein gewisser Nabal lebt. Nabal ist ein reicher Schafzüchter und mit der schönen und klugen Abigajil verheiratet. David schickt seine Leute zu Nabal, um von ihm Tribut zu verlangen, dafür, dass David sein Hab und Gut geschont hatte. Doch Nabal weist die Tributforderung zurück.
David entzürnt daraufhin fürchterlich und will Nabal hart bestrafen. Abigajil jedoch hat den schweren Fehler ihres Mannes erkannt und zieht David und seinen 400 Mann mit Brot, Wein, Korn, Rosinen- und Feigenkuchen entgegen. Vor David angekommen, wirft sich Abigajil vor ihm nieder und bittet um Verschonung. David ist zutiefst von dieser Geste und der Schönheit Abigaijls beeindruckt und verzichtet auf seine Rache.
Als Abigajil nach ihrer Rückkehr Nabal von der großen Gefahr erzählt, die für ihn bestanden hatte, fällt Nabal auf der Stelle tot um. David heiratet darauf hin die nun verwitwete Abigajil.
Erstaunlich ist ein wenig, dass David in dieser Geschichte als der Anführer einer Söldnertruppe dargestellt wird, die plündernd durch das Land zieht und Schulzgelder erpresst.
In der Kunst wird die Episode ab der Renaissance öfter dargestellt, da sich hier die Gelegenheit bietet eine schöne Frau und einen schönen Mann in dramatischen Umständen zu zeigen.
Quelle: 1 Samuel 25
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