Mit Rad und Schwert: Katharina von Alexandrien
20. Juli 2007
Die älteste bekannte Erwähnung der Heiligen stammt erst aus dem 9. Jahrhundert. Ab dem 11. Jahrhundert entstanden dann die Geschichten, die sich um das Martyrium der Katharina ranken. Wohl erst danach bildeten sich auch die Legenden, die von der Herkunft und dem Leben der Jungfrau handeln.
Katharina soll um das Jahr 300 nach Christi als Tochter des Königs Costa von Zypern geboren worden sein. Schon als junge Frau galt sie als sehr schön und sehr klug. Als ihr der Sohn des damaligen römischen Kaisers einen Heiratsantrag machte, lehnte sie diesen ab, da ihr der Bewerber nicht ebenbürtig war. Einem Einsiedler gegenüber soll Katharina Jesus Christus als geeigneten Gemahl bezeichnet haben. Daraufhin ließ sich die junge Frau taufen und erlebte in einer Vision, wie ihr das Jesuskind den Verlobungsring auf den Finger steckt.
In Alexandria begegnet Katharina dem Kaiser Maxentius höchst persönlich. Der verlangte gerade von allen Einwohnern, auch den Christen, den heidnischen Gottheiten zu opfern. Katharina weigerte sich und fragte stattdessen den Kaiser, warum er sich nicht taufen lasse.
Maxentius war natürlich erzürnt, aber Katharina erreichte, dass die 50 besten Philosophen des Reiches sich mit ihr in einem Disput messen lassen mussten. Katharina überzeugte alle und die Philosophen ließen sich taufen. Dafür ließ der Kaiser die Philosophen verbrennen.
Nun wollte Maxentius Katharina heiraten, doch wieder weigerte sie sich. Grausame Folter musste die Heilige daraufhin ertragen. Es geschahen weitere Wunder – so brachte eine Taube der Jungfrau Nahrung – und in Katharinas Umfeld ließen sich alle taufen: die Gefängniswächter, die Garde und viele andere.
Schließlich sollte Katharina gerädert werden, doch das Rad zersprang und tötete die Henkersknechte. Am Ende wurde Katharina mit dem Schwert enthauptet, doch aus der Wunde floss kein Blut, sondern Milch. Engel ergriffen den Leichnam und
brachten ihn auf den Sinai, wo die Gebeine der Heiligen noch heute in einem Sarkophag im unter Kaiser Justinian erbauten Kloster aufbewahrt werden. Das Kloster heißt heute Katharinenkloster.
Nach Maria wurde Katharina ab dem 13. Jahrhundert die meistverehrte Heilige. Ihre Darstellung findet sich auf unzähligen Altären. Katharina von Alexandrien wird auch zu den 14. Nothelfern gezählt.
Ihre Attribute sind fast immer das zerbrochene Rad und das Schwert. Manchmal ist auch die Krone der Prinzessin dargestellt.
Tag: 25. November.
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Bildnachweis: 1 - 2 - 3
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