Weise, reich und leicht zu verführen: Salomo

Rekonstruktion des Tempels des Salomo, vollendet im 10. Jahrhundert vor Christus

Der zweite Sohn Davids mit Batseba geriet mit seinem älteren Bruder schon zu Lebzeiten des Vaters in Thronstreitereien. Doch Salomo obsiegte. David selbst setzte seinen Sohn als König ein. Nachdem Salomo gesalbt worden war, erschien ihm der Herr im Traum und gewährte ihm eine Bitte, die er erfüllen würde.

Salomo war schon als junger Mann weise. Er wünschte sich keinen Reichtum, kein langes Leben oder den Tod seiner Feinde, sondern um Einsicht und ein weises und verständiges Herz. Der Herr war von diesem Wunsch so angetan, sodass er nicht nur die Erfüllung zusagte, sondern Reichtum und Ehre oben drauftat. Mit Weisheit und Reichtum haben auch die beiden berühmtesten Erzählung des Alten Testaments um Salomo zu tun: das berühmte salomonische Urteil und der Empfang der Königin von Saba.

Salomo (rechts mit den ihm zugeschriebenen Schriften des Alten Testaments) und David (links mit Harfe), Figuren am Escorial (Foto: Juan Bautista Monegro)

Mehre Schriften des Alten Testaments werden mit Salomo verbunden. Da ist nicht nur das Buch der Sprüche, sondern auch das Buch der Weisheit und das Hohe Lied.

Salomo soll 700 Frauen und 300 Nebenfrauen besessen haben. Die ausländischen unter seinen Frauen sollen Salomo auch dazu verführt haben, fremde Götter zu verehren. Deshalb wurde ihm neben dem Niedergang sogar die Teilung seines Reiches nach seinem Tod angekündigt.

Dargestellt wird Salomo während des salomonischen Urteils, beim Besuch der Königin von Saba, beim Bau des berühmten Tempels, auf seinem Thron, dessen Stufen von zwölf Löwen flankiert werden und bei seinem Dienst an fremden Göttern. Auch Einzeldarstellungen in Bild und Skulptur sind möglich.

Quelle: 1 Könige 1-11

Bildnachweis: 1 – 2

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