1.000 Ehefrauen: Der Bundesbruch Salomos

26. Juli 2007

Salomos Götzendienst, Sebastiano Ricci, 1724

Er war ein weiser und gerechter König, aber er hatte 700 Ehefrauen und dazu noch 300 Nebenfrauen. Viele der Nebenfrauen waren keine Hebräerinnen und glaubten an andere Götter. So weise und gerecht Salomo auch war. Von seinen Nebenfrauen ließ er sich verführen zur Verehrung anderer Götter.

Doch der Bund, den Gott mit seinem Volk einging enthielt auch die Bedingung, dass die Israeliten keine anderen Götter anbeten sollen. Salomo brach also den Bund. Und er brach ihn nicht nur mit einem Gott. Der König betete nicht nur den Gott der Moabiter, sondern auch den der Ammoniter und andere Göttinnen und Götter an.

Da wurde Gott zornig mit Salomo und verkündete ihm seine Strafe: sein Königreich würde ihm entrissen werden. Doch um das Angedenken an Salomos Vater, David, nicht zu schänden, würde diese Strafe erst Salomos nachfahren treffen. Nach dem Tod Salomos wurde das Reich geteilt. Dem Sohn Salomos blieb nur Jerusalem und die Herrschaft über einen der zwölf Stämme.

Darstellungen in der Kunst betonen natürlich die Aussage des vierten Gebotes aus dem Alten Bund: Du sollst Dir kein Bildnis machen. Salomo wird oft gezeigt, wie er als alter Mann vor Götzen – nicht selten einem Goldenen Kalb – anbetende kniet, während seine Frauen ihn zum Götzdienst bedrängen. Das Thema wird vor allem im Barock gerne gewählt.

Quelle: 1 Könige 11,1-13

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