Haarig, aber ein Held: Simson

31. Juli 2007

Simson und der Löwe, Weltenchronik des Rudolf von Ems, um 1340Israel hatte auch schon eine Geschichte weit vor den Königen. In der Zeit von 1200 bis 1020 vor Christus wurden die Hebräer von Stammes- herrschern geführt, die als Richter bezeichnet werden und deren Geschichten in den gleichnamigen Büchern des Alten Testaments zu finden sind. Die Richter- Geschichten sind oft Retter-in- der-Not- Geschichten. Einer der Richter und Retter war der sagenhafte Simson, auch Samson genannt. Auch er erschien, als die Stämme Israels mal wieder in einer bedrohlichen Situation waren. Diesmal sind die Philister wieder der Hauptfeind Israels. Die Philister besiedelten die Küsten des Landes und gaben ihm den Namen (Palästina = Land der Philister). Die Israeliten waren aber nicht zufällig Feinde der Philister geworden. Denn da sie mal wieder ungehorsam gegenüber ihrem Gott waren, hatte der sie zur Strafe für 40 Jahre in die Gewalt des Küstenvolkes gegeben.

Die Mutter Simsons war zunächst unfruchtbar. Ein Engel kündigte ihr die Geburt eines Sohnes an. Auch sagte der Engel der Frau, dass ihr Sohn ein Geweihter sei und Israel aus der Gewalt der Philister befreien würde. Die Geweihten werden auch Nasiräer genannt. Diese Leute waren dadurch ausgezeichnet, dass sie enthaltsam vom Wein lebten und sich die Haare nicht scheren ließen.

Simson ist ein recht volksnaher Held. Er hatte Bärenkräfte, eine wallende Mähne, neigte ein wenig zu Schlägereien und hatte eine Schwäche gegenüber den Frauen. Simson ist also nicht nur Held. Er ist auch ein starker Mann, der durch die Frau verwundbar ist.

Die Geschichte des Simson hat durchaus eine gewisse Ähnlichkeit zu der des Herkules, auch wenn es mit Herkules nicht so grausam endete.

Quelle: Richter 13-16

Diesen Beitrag drucken