Monatsarchiv für Juli 2007

Mit Rad und Schwert: Katharina von Alexandrien

Freitag, den 20. Juli 2007

Katharina von Alexandrien, Caravaggio, 1595-1596Die älteste bekannte Erwähnung der Heiligen stammt erst aus dem 9. Jahrhundert. Ab dem 11. Jahrhundert entstanden dann die Geschichten, die sich um das Martyrium der Katharina ranken. Wohl erst danach bildeten sich auch die Legenden, die von der Herkunft und dem Leben der Jungfrau handeln.

Katharina soll um das Jahr 300 nach Christi als Tochter des Königs Costa von Zypern geboren worden sein. Schon als junge Frau galt sie als sehr schön und sehr klug. Als ihr der Sohn des damaligen römischen Kaisers einen Heiratsantrag machte, lehnte sie diesen ab, da ihr der Bewerber nicht ebenbürtig war. Einem Einsiedler gegenüber soll Katharina Jesus Christus als geeigneten Gemahl bezeichnet haben. Daraufhin ließ sich die junge Frau taufen und erlebte in einer Vision, wie ihr das Jesuskind den Verlobungsring auf den Finger steckt.

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Thronfolge sichern mit allen Mitteln: David und Batseba

Donnerstag, den 19. Juli 2007

Batseba mit dem Brief König Davids, Willem Drost, 1633Das Volk Israels führt mal wieder Krieg, diesmal unter Joab gegen die Ammoniter, doch König David ist nicht mit dabei. Er ist in Jerusalem geblieben. Eines Abends sieht David von seinem Palast aus eine Frau, die badet. Die Frau ist nicht nur jung, sondern auch schön, aber leider verheiratet. Es ist Batseba, deren Mann der Hetiter Urija ist. Urija nimmt am Feldzug gegen die Ammoniter teil. Die Gunst der Stunde nutzend, lässt David Batseba zu sich kommen und schläft mit ihr.

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Sowohl als auch: Straßburger Münster

Mittwoch, den 18. Juli 2007

Straßburger Münster, Blick von Nordosten auf den Turm (Foto: Rama)

Das Elsass, so scheint es, konnte sich nie richtig entscheiden, ob es nun zu Deutschland oder zu Frankreich gehört. Mag das irgendwann politisch entschieden gewesen sein, so lässt sich doch zumindest die größte Stadt der Region – Straßburg – nicht eindeutig einer der Kulturen zuordnen. Das Gleiche gilt auch für die größte Kirche der Stadt, das Straßburger Münster. Zum einen gilt das Münster als eine der stilreinsten gotischen Kathedralen der deutschen Gotik, zum anderen folgt die Kirche eindeutig französischen Vorbildern. Die überkommenden romanischen Teile des Baus hingegen zeigen Merkmale der rheinischen Spätromanik, wie sie in Worms und anderen deutschen Städten anzutreffen ist.

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Herde geschont, Mann erpresst, Frau geheiratet: Abigajil vor David

Montag, den 16. Juli 2007

David und Abigajil, Guido Reni, 1615

David ist auf der Flucht vor Saul, der dieser in töten will. Dabei kommt David auch nach Maon im Bergland von Juda, wo ein gewisser Nabal lebt. Nabal ist ein reicher Schafzüchter und mit der schönen und klugen Abigajil verheiratet. David schickt seine Leute zu Nabal, um von ihm Tribut zu verlangen, dafür, dass David sein Hab und Gut geschont hatte. Doch Nabal weist die Tributforderung zurück.

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Die Stirn geboten: David und Goliath

Sonntag, den 15. Juli 2007

David und Goliath, Caravaggio, 1599Die Geschichte spielt noch zu Lebzeiten Sauls, des ersten Königs von Israel. Saul führte Krieg gegen die Philister und beide Heerlager standen sich gegenüber. 40 Tage lang trat nun der Vorkämpfer der Philister, ein gewisser Goliath, jeden tag aus dem eigenen Heerlager heraus und forderte höhnisch einen Israeliten zum Zweikampf heraus. Dem Gewinner würde die Knechtschaft aller seiner Gegner winken. Goliath ist dabei nicht nur hünenhaft, sondern auch schwer bewaffnet. Er trägt einen Helm, einen Schuppenpanzer, Beinschienen und ein Schwert.

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Reich durch den Silberbergbau: St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz

Samstag, den 14. Juli 2007

St. Annenkirche, Westportal aus den 1920igern (Foto: Norbert Kaiser)

Bis ins 15. Jahrhundert hinein war das Erzgebirge ein kärgliche Gegend. Das änderte sich schlagartig, als Silber gefunden wurde. Innerhalb von wenige Jahrzehnten zogen unzählige Menschen aus anderen kärglichen Gegenden nach Sachsen, um im Bergbau ihr Auskommen zu finden. Wo sich heute Annaberg-Buchholz erhebt, war bis Ende des Mittelalters so gut wie nichts. 1494 jedoch begannen die sächsischen Fürsten der albertinischen Linie auf dem damals noch Schreckenberg genannten Hügel planmäßig eine Stadt zu errichten, deren Einwohnerzahl schnell wuchs.

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Keine Wände mehr: Malerei der Früh- und Hochgotik

Mittwoch, den 11. Juli 2007

Glasmalerei in der Kathedrale von Chartres, Thronende Marie mit dem Jesuskind, 1215 - 1240In der Romanik standen den Malern in den Kirchen große Mauerflächen für ihre Werke zu Verfügung. In der Gotik wurden die Wände allmählich aufgelöst. So stand die Malerei in der Gotik zunächst hinter der Skulptur zurück, auch wenn vereinzelt die verbleibenden Flächen, wie Gewölbe und Apsiden, ausgemalt wurden.

Eine Ausnahme bilden hier die Kirchen der Bettelorden. Die Franziskaner beispielsweise beließen auch in ihren gotischen Kirchen große Wandflächen, auf denen – wie zum Beispiel in San Francesco in Assisi - bedeutende Künstler wie Giotto oder Simone Martini ihre bedeutenden Werke hinterlassen konnten.

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Magdeburger Dom

Dienstag, den 10. Juli 2007

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Der Dom zu Magdeburg war die erste Kirche in Deutschland, die mehr oder weniger vollständig dem französischen Kathedral-Schema folgte. Also: Basilika mit drei Schiffen. Die Seitenschiffe verlängern sich in den Chorumgang (hier weicht Magdeburg zwar nicht ab, aber das Prinzip doch auf). Am Chorumgang befinden sich Chorumgangskapellen. Es gibt ein Querhaus in Richtung Osten bzw. Chor und im Westen sogar eine Doppelturmfassade.

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Gefühl und Körperlichkeit: Skulptur der Früh- und Hochgotik

Dienstag, den 10. Juli 2007

Kathedrale von Reims, Gewändefiguren, links: Verkündigung von 1252, rechts: vielleicht Heimsuchung von 1575 (Foto:

Nicht nur, dass die Kirchen in der Gotik wesentlich großzügiger mit skulpturalem Dekor geschmückt wurden als es noch in der Romanik geschah: Fialen krönen Strebepfeiler, Kreuzblumen und Krabben schmücken die Türme, Wimperge und Fialen. Insbesondere jedoch die figürliche Skulptur erlebte einen großen Aufschwung.

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Leichter und lichter: Baukunst der Früh- und Hochgotik

Montag, den 9. Juli 2007

Strebepfeiler und Strebebögen an der Kathedrale von Chartres

Für die meisten Betrachter unterscheidet sich die Gotik – neben den Spitzbögen - von der von ihr abgelösten Romanik zunächst durch das völlig neue Raumgefühl der gotischen Kirchen. Plötzlich entstanden Licht durchflutete Basiliken und Hallen, die auf schlanken Pfeilern und Säulen zunehmend in buchstäblich in den Himmel strebten. Romanische Kirchen waren hingegen vielmehr eine Zusammensetzung aus kompakten Einzelräumen.

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