Oh, wie verführerisch: Samson und Delila
1. August 2007
Simson hat sich verliebt: in Delila, womit das Schicksal seinen Lauf nimmt. Denn die Philister sehen in Delila den Schlüssel, um an das Geheimnis der Kräfte Simsons zu gelangen. Sie versprechen Delila jede Menge Geld, wenn sie Simson betört. Delila weiß um ihre Verführungskraft und fragt Simson direkt nach seinen Schwachpunkten. Doch Simson gibt ihr zunächst dreimal falsche Hinweise, die Delila trotzdem anwendet. Delila ruft daraufhin die Philister, doch Simson befreit sich bevor sie da sind.
Daraufhin wird der Richter natürlich misstrauisch gegenüber Delila. Diese zweifelt sofort an der Liebe Simsons zu ihr. Simson lässt sich umgarnen und verrät der Frau schließlich das wahre Geheimnis. Nur die Haare müssten ihm geschoren werden und schon sei er schwach wie jeder andere Mensch.
Delila verständigt daraufhin heimlich die Philisterfürsten, die mit dem Geld kommen. Zuvor jedoch sorgt sie dafür, dass Simson auf ihren Knien einschläft. Dann schneidet sie ihm die Locken ab und so wird er leichte Beute für die Philister.
Im Mittelalter wird Delila als das Weibliche dargestellt, welches das Männliche verführt. Der Sündenfall winkt. Das Barock sah in der Geschichte wieder das morbide, aber auch das amoröse. In der späteren Kunst wird Delila auch zum Sinnbild der femme fatale.
Gezeigt wird zumeist der Augenblick, indem Simson eingeschlafen ist und Delila ihm mit Hilfe von Dienerinnen die Haare schert. Hin und wieder finden sich auch Darstellungen des geblendeten Simson.
Quelle: Richter 16,4-22
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