Gefährlicher Sperlingskot: Tobit und seine Frau
11. August 2007
Der Herr prüft auch die, die an ihn glauben. Schlimme Prüfungen zu ertragen hat auch Tobit . Er ist ein frommer Israelit aus dem Stamme Naftali in Galiläa. Nach dem Untergang des Nordreiches Israel lebt Tobit arm in Ninive in Assyrien. Auch dort bleibt Tobit seinem Glauben treu, sogar als eine Welle der Gewalt gegen die Angehörigen seines Volkes losbricht. Heimlich begräbt Tobit die Ermordeten nach den Riten der Israeliten.
Da er durch den Umgang mit den mit den Toten unrein geworden ist, schläft Tobit außerhalb seines Hauses. Dabei fällt ihm Kot von Sperlingen in die Augen, woraufhin Tobit für sieben Jahre erblindet.
Tobit ist verheiratet mit Hannah. Um sich und den blinden Tobit durchzubringen, fertigt Hannah Webarbeiten an. Also Lohn erhält sie einmal auch ein Ziegenböckchen, von dem Tobit sofort annimmt, seine Frau hätte ihn gestohlen. Daraufhin zürnt Hannah mit Tobit und fragt, wohin ihn seine Glaube geführt hätte.
Die letzten Jahre verbringt Tobit in Ekbatana wo er mit Genugtuung von der Zerstörung Ninives hört.
Die Szene war im Barock ein beliebtes Thema und wurde auch von Rembrandt ausgeführt.
Quelle: Tobit 1-3
Diesen Beitrag drucken