Ernährt von Raben und Engeln: Elija

Elija erhält von der Witwe von Sarpta ein Bissen Brot, Giovanni Lanfranco, 1621-24

Und es war eine Zeit in Israel, da herrschte ein König Ahab. Der König aber war verheiratet mit Isebel, die die Propheten Jahwes verfolgen ließ und den König dazu brachte, den Baal anzubeten. Da war jedoch auch ein Prophet namens Elija (oder Elias), der prophezeite dem götzendienenden König drei Jahre Trockenheit im Land. Elija selbst aber wurde während der Trockenheit von einem Raben ernährt.

In den volkstümlichen Erzählungen um Elija und die Trockenheit finden sich noch einige ähnliche Geschichten. So begegnet Elija auf einem vom Herren bestimmten Reise einer Holz sammelnden Witwe, die gerade für sich und ihren Sohn eine letzte Mahlzeit zubereiten will. Elija aber bittet die Witwe um Essen und sie gibt ihm. Ihr Mehltopf und der Ölkrug werden wundersam nicht leer. Als der Sohn der Witwe erkrankt und stirbt, erweckt der Prophet ihn wieder zum leben.

Im dritten Jahr der Trockenheit erscheint Elija wieder vor Ahab und Isebel und fordert Baal zu einem Gottesurteil auf dem Berg Carmel heraus. Dabei erkennt das Volk in Jahwe den wahren Gott und tötet die Propheten des Baal. Isebel bedroht nun Elija mit dem Tod, der aber auf die Halbinsel Sinai fliehen kann. Dort wird er von einem Engel mit Nahrung versorgt. Der Engel fordert Elija auf, bis zum Berg Horeb/Sinai zu ziehen, der der Berg Gottes ist.

Elias wird vom Raben ernährt, Gillis van Coninxloo, Ende 16. Jahrhundert

König Ahab soll in der Zeit von 873 bis 853 vor Christi in Israel geherrscht haben. Elija taucht auch bei der Verklärung Christi auf, bei der auch Mose anwesend ist.

Dargestellt wird der Prophet erkennbar mit dem Raben, dem Engel, mit der Witwe und auf dem Feuerwagen, mittels dem der Prophet schließlich zum Himmel aufgefahren sein soll.

Eine Anmerkung: Sicher ist es kein Zufall, dass die Figur des Kapitäns eines Walfängers im Roman Moby Dick von Herman Melville (1851) den Namen des einen falschen Gott anbetenden israelischen Königs trägt.

Quelle: 1 Könige 17; 1 Könige 1-2

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