Heiligenbilder unbrauchbar: Die Entwicklung einer protestantische Ikonografie während der Renaissance

Altargemälde in der Wolfgangskirche in Schneeberg, Lucas Cranach d.Ä., 1531/32 (Foto: André Karwath)

Mit dem Namen Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553) verbindet sich vor allem die Entwicklung einer protestantischen Ikonografie. Die wurde notwendig, weil die bisherigen Altarbilder von Heiligenlegenden und Marienfrömmigkeit bestimmt waren. Lucas Cranach, ein Freund Martin Luthers, entwickelte gemeinsam mit dem Reformator in Wittenberg eine neue protestantische Bildsprache, die maßgeblich von den Bildformeln der Flugblätter beeinflusst war.

Zwei Merkmale kennzeichnen besonders die neue Ikonografie. Zum einen wurde das Martin Luther, Lucas Cranach d.Ä., nach 1525biblische Geschehen in die damalige Gegenwart übertragen. So wird zum Beispiel die Abendmahlsszene in eine bürgerliche Renaissancestube verlegt. Dadurch sollte die überzeitliche Gültigkeit des Erzählten zum Ausdruck gebracht werden. Neu war auch, dass die hin und wieder Reformatoren auf den Bildwerken dargestellt wurden. Sie wurden so Zeugen des Heilsgeschehens.

Die Entwicklung einer protestantischen Ikonografie wäre sicher undenkbar gewesen ohne einen Landesfürsten, der die Bestrebungen unterstützt hätte. In Wittenberg war das Friedrich der Weise, der Martin Luther auch schon vorher unterstützt und sogar vor dem Kaiser versteckt hatte.

Lucas Cranach hielt sein Einsatz für den Protestantismus übrigens nicht davon ab, seine umfangreiche Werkstatt auch für katholische Auftraggeber, wie Albrecht von Mainz, arbeiten zu lassen.

Bildnachweis: 1 – 2

Eine Antwort auf Heiligenbilder unbrauchbar: Die Entwicklung einer protestantische Ikonografie während der Renaissance

  1. M********* M********** sagt:

    Ich hätte gerne Quellen für die Entwicklung einer protestantischen Ikonographie. So nutzt mir das gar nichts. Bitte liefern.

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