Oft Importware: Skultpur und Malerei des Manierismus in Deutschland
14. September 2007Genau wie in der Architektur, wo das antike Modell im antiklassischen Sinn erweitert wurden, wird auch in der figürlichen Kunst der Naturalismus der Renaissance übersteigert. Ziel ist es tatsächlich, die Natur, also das Natürliche, zu überwinden. Mit dem Geschaffenen soll nicht einfach das Existierende abgebildet werden, sondern das Schöpfungsprinzip oder einfach das Göttliche gezeigt werden.
Die Skulptur, aber auch die Malerei des Manierismus in Deutschland folgt darin italienischen Vorbildern oder den Vorbildern des internationalen Manierismus. Kennzeichen für eine manieristische Darstellung sind die extravaganten Bewegungen und Verdrehungen der Körper der Figuren. Die Darstellungen sind oft reich an Figuren und zeigen unnatürliche Kompositionen. Nicht selten finden sich auch verlängerte Körperteile. Vielen manieristischen Gemälden ist eine grelle Farbigkeit gemein.
In Skulptur und Malerei hat sich in wesentlich geringerem Maße als in der Architektur ein nordalpiner Sonderweg gebildet. Das lag sicherlich auch daran, dass der von den Habsburgern geförderte europaweite Kunsthandel zu blühen begann und Werke des internationalen Manierismus schnell und zahlreich in alle Ecken des Kontinents gelangen konnten und auch gelangten. Als 1618 der 30jährige Krieg ausbrach, war mit dem Kunsthandel allerdings Schluss.
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