Der Stier: Lukas der Evangelist
1. Oktober 2007Sein Evangelium steht an dritter Stelle im Neuen Testament. Zudem hat derselbe Verfasser die Apostelgeschichte verfasst, indem er die Geschichte des allerfrühesten Christentums erzählt. Lukas hat sein Evangelium mit einem Vorwort versehen. In diesem erwähnt der Evangelist nicht nur, dass er ein anspruchsvolles Werk schaffen will, sondern auch, dass er andere Quellen zur Verfügung hatte. Er bedient sich, wie Matthäus vor ihm, aus dem Markus-Evangelium, aber auch aus der sogenannten Logien-Quelle, die zudem als Quelle Q bekannt ist.
Nur im Lukas-Evangelium finden sich die Geschichten des barmherzigen Samariters, vom verlorenen Sohn und vom Gang der Jünger nach Emmaus, während dessen diese den Auferstandenen nicht erkannten. Der Text enthält auch einige wichtige Gebete und Hymnen, wie das Magnificat Marias.
Volksfrömmigkeit, aber auch die Kunst, wurden vor allem von Lukas’ Darstellung der Geburt Christi, also die Weihnachtsgeschichte, nachhaltig beeinflusst.
Einfühlsam berichtete Lukas auch von der Geburt Johannes des Täufers, eine Geschichte, die die Mütter des Johannes und Jesu, Elisabeth und Maria, zusammenbringt.
Die christliche Überlieferung versucht Lukas wie auch die anderen Evangelisten möglichst nah an die Person oder zumindest die Zeit Jesu heran zu bringen. So wird Lukas mit Paulus in Verbindung gebracht, oder abwechselnd als einer der siebzig Jünger Jesu, oder sogar als einer der Emmaus-Jünger bezeichnet.
Sein schöner Schreibstil soll Lukas auch zur Überlieferung verholfen haben, dass der Evangelist das erste Madonnenbildnis gemalt hat. Als Maler findet sich der Evangelist auf vielen Einzeldarstellungen. Dadurch wurde Lukas zum Patron der Künstler.
Attribut des Lukas ist der Stier.
Das Evangelium des Lukas stammt aus dem Jahren 80 bis 90 nach Christus.
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