Ein Pfingstwunder: Sainte-Marie-Madeleine in Vézelay
Montag, den 19. November 2007Zu ihrer Hochzeit in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts hatte das Städtchen Vézelay im französischen Burgund rund 10.000 Einwohner. Heute sind es vielleicht knapp über 500. Im 12. Jahrhundert war Vézelay einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Europas, doch schon Ende des 13. Jahrhunderts verschwand der Ort in der Bedeutungslosigkeit. Dabei behielt es bis heute den Gegenstand, welcher seinen Ruhm begründete, nämlich die angeblichen Reliquien der heiligen Magdalena nach der auch die Kirche am Ort benannt ist: Ste-Madelaine. Eine mutmaßlich politische Entscheidung des Papstes machte von einem Tag zum anderen aus einem Wallfahrtsort ein abgeschiedenes im Morvan gelegenes Kloster.

