Monatsarchiv für Dezember 2007

Ein arabisch-normannisch-byzantinischer Traum: die Kathedrale von Monreale

Sonntag, den 16. Dezember 2007

Monreale, Kircheninneres (Foto: Bernhard J. Scheuvens)

Allgemein ist es nur schwer vorstellbar, dass sich arabische und normannische Kunst gegenseitig befruchtet haben könnten. Während die Araber höchstens noch in Nordafrika als wohnhaft angesehen werden, sollten sich die Normannen in kalten, stürmischen Nordmeeren tummeln und höchstens noch Grönland entdecken. Dabei wird schnell vergessen, dass die Normannen zu ihrer Zeit, also um 1.000 nach Christus und wenig später, ordentlich herum gekommen sind. So gründeten sie nicht nur das erste russische Staatswesen (Rurik, Kiewer Rus), sondern eroberten auch zunächst die nach ihnen benannte Normandie und dann 1066 unter Wilhelm dem Eroberer ganz England. Aus der Normandie kam auch die normannische Familie, die Hauteville, die sich zur Eroberung ein Eiland aussuchte, auf welchem sich seit ein paar Hundert Jahren die Araber zu Hause fühlten: Sizilien. Und so entstand ein Kunststil, indem sogar noch byzantinische Traditionen hineinwirkten, weswegen er auch arabisch-normannisch-byzantinischer Stil genannt wird. Eines der hervorragendsten Beispiele ist die Kathedrale von Monreale, berühmt vor allem für Ihren Reichtum an Mosaiken.

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Neubau mit Fahrstuhl: Dresdener Frauenkirche

Donnerstag, den 13. Dezember 2007

Dresdener Frauenkirche„Dann lasst den alten Dickkopf eben stehen.” So wird Friedrich der Große zitiert, als es während des Sieben- jährigen Krieges (1756-1763) seiner preußischen Artillerie am 19. und 20. September 1760 zwar gelang, rund ein Drittel des Bau- bestandes in Dresden zu zerstören, nicht aber die Frauenkirche. Wo die Preußen noch scheiterten, hatten die Bomben des Zweiten Weltkrieges volle Wirkung. Bei der Bombardierung Dresdens vom 13. bis zum 14. Februar 1945 wurde die Frauenkirche schwer beschädigt, sodass sie am Vormittag des 15. Februar in sich zusammenstürzte. Damit endete vorerst die Geschichte der zwischen 1726 und 1743 erbauten Kirche als Gotteshaus, jedoch nicht als Symbol. Über viele Jahrzehnte war die Ruine eine Mahnmal gegen den Krieg. Nach der Wende 1989 entschloss man sich jedoch, die Kirche wieder aufzubauen. Nach einer beispiellosen Spendensammlung in aller Welt konnte die Frauenkirche 2005 aufwendig rekonstruiert neu geweiht werden.

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