Mit Paradies: Kloster Maria Laach
Samstag, den 12. Januar 2008Wenn Fürsten-Ehepaare im finsteren Mittelalter keine Kinder bekamen, denen dann auch nichts zu vererbt werden brauchte, entschieden sich viele, vor allem reichere Adlige, ihre Ländereien und Schätze dem eigenen Seelenheil zu vermachen. Das lief dann in der Regel auf eine geistliche Stiftung hinaus; wenn mehr Besitz vorhanden war, sogar oft auf die Gründung eines Stifts oder eines Klosters. Auch das Benediktinerkloster Maria Laach in der Eifel geht auf eine solche Stiftung zurück, die allerdings schon im Jahr 1093 erfolgte. In jenem Jahr setzte Pfalzgraf Heinrich II. von Laach aus dem Hause Gleiberg-Luxemburg und seine Frau Adelheid von Weimar-Orlamünde ihr Vorhaben in die Tat um und bestimmten dafür einen Ort südwestlich des Laacher Sees vier Kilometer nördlich von Mendig. Das Kloster war auch als Grablege der beiden Stifter bestimmt.

