Monatsarchiv für März 2008

Byzanz in Italien: Markusdom in Venedig

Mittwoch, den 12. März 2008

Markusdom, Detail mit Löwensymbol des Markus (Foto: QMeuh)

Im Mittelalter wimmelte Italien von Handelsstädten, die Zentren reicher Adelsrepubliken waren. Neben Florenz dürfte Venedig das bekannteste Beispiel sein. Die Stadt im Meer überzeugt heute jedes Jahr Millionen Touristen von einem Besuch, war aber vor 800 Jahren kein Freiluftmuseum, sondern eine wirtschaftliche Großmacht, die die Plünderung Konstantinopels durchsetzen und organisieren konnte. Ein beredter Zeuge der großen Bedeutung Venedigs bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, als Napoleon die Stadt besetzte, ist die Basilica di San Marco, im Deutschen zumeist schlicht Markusdom genannt. Bis 1797 war die Kirche zentrales Staatsheiligtum der Stadt Venedig und nahm die Reliquien des Stadtheiligen auf, des Evangelisten Markus. Auch heute noch ist die Stadt mit Löwen übersät, die das Symbol des Heiligen sind.

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Aus alt mach neu: Lübecker Dom

Montag, den 3. März 2008

Lübecker Dom (Foto: Rüdiger Zielke)

Heinrich der Löwe war ein fleißiger Gründer von Städten in Deutschland. Zumeist wird der Welfe zwar nur mit Braunschweig in Verbindung gebracht, wo er auch begraben liegt, aber auf die umfangreiche Tätigkeit des Königs gehen nicht nur die heutige bayerische Landeshauptstadt München, sondern auch die am gegenüberliegenden Ende Deutschlands liegende Hansestadt Lübeck zurück. 1158 oder 1159 ist das Geburtsjahr der Stadt, die auf einer Insel im Flüsschen Trave liegt, der unweit von hier in die Ostsee mündet. Im Süden des Altstadthügels begann man schon bald nach der Ortsgründung mit dem Bau einer Bischofskirche. Hier am Rande des Dombezirks befand sich früher auch die Sitze des Bischofs und der Domherren. Der Lübecker Dom ist heute eine der ältesten Backsteinbauten in Deutschland. Die 131 Meter lange Kirche besteht im Kern aus einem romanischen Bau, der allerdings in der Gotik umfangreich verändert und erweitert wurde.

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