Aus alt mach neu: Lübecker Dom

3. März 2008

Lübecker Dom (Foto: Rüdiger Zielke)

Heinrich der Löwe war ein fleißiger Gründer von Städten in Deutschland. Zumeist wird der Welfe zwar nur mit Braunschweig in Verbindung gebracht, wo er auch begraben liegt, aber auf die umfangreiche Tätigkeit des Königs gehen nicht nur die heutige bayerische Landeshauptstadt München, sondern auch die am gegenüberliegenden Ende Deutschlands liegende Hansestadt Lübeck zurück. 1158 oder 1159 ist das Geburtsjahr der Stadt, die auf einer Insel im Flüsschen Trave liegt, der unweit von hier in die Ostsee mündet. Im Süden des Altstadthügels begann man schon bald nach der Ortsgründung mit dem Bau einer Bischofskirche. Hier am Rande des Dombezirks befand sich früher auch die Sitze des Bischofs und der Domherren. Der Lübecker Dom ist heute eine der ältesten Backsteinbauten in Deutschland. Die 131 Meter lange Kirche besteht im Kern aus einem romanischen Bau, der allerdings in der Gotik umfangreich verändert und erweitert wurde.

Der erste Bischof trat sein Amt in Lübeck bereits 1163 an. Dazu wurde der Bischofssitz von Oldenburg-Ostholstein hierher verlegt. Im Juli des selben Jahres wurde die erste Kirche unter Beisein Heinrich des Löwen eingeweiht. Sie wurde der Jungfrau Maria und Johannes dem Täufer gewidmet.

1173 wurde bereits der Grundstein für den heute zum Teil noch bestehenden Dom gelegt; wieder unter Beisein Heinrich des Löwen. Die neue Kirche wurde Johannes dem Täufer geweiht, die Pfarrkirche im Westbau dem heiligen Nikolaus. Kurz vor der Weihe war Heinrich von einer Pilgerfahrt nach Jerusalem zurückgekehrt.

Lübecker Dom, Paradies (Foto: Debauchery)

Der geplante und auch umgesetzte Bau war für seine Zeit sehr groß. Errichtet wurde eine dreischiffige Gewölbebasilika, die im Osten ein Chorquadrat hatte, an welches eine halbrunde Apsis anschloss. Auf den Chor folgte nach Westen das Querschiff mit Nebenapsiden zur Hauptapsis und das Langhaus mit vier Jochen. Die Anlage endete im Westen mit einer zweitürmigen Westanlage. Die Türme standen eine Mittelschiffsweite auseinander. Im Raum dazwischen fand die Pfarrkirche St. Nikolaus Platz. Der Grundriss des Lübecker Doms glich dem Dom in Ratzeburg, der kurz zuvor begonnen worden war.

1173 wurde unter Heinrich dem Löwen auch der Dombau in Braunschweig in Angriff genommen, im Gegensatz zu Lübeck aber aus Haustein. In Lübeck zeigt der frühe Backsteinbau, dass man zwar versuchte mit dem ungewohnten Material die Formen nachzuempfinden, die auch mit Haustein möglich waren, damit aber anfangs noch Schwierigkeiten hatte. In den Ecken des aus dem romanischen Bau in die Gegenwart überkommenen Querschiffes finden sich Rundvorlagen mit Stuckkapitellen, die die Schildbögen aufnehmen sollten. Der Schmuck wurde noch etwas ungelenkt aus würfelförmigen Werkstücken geschnitten. Das Dekor, unter anderem ein Palmettenband, zeigen sächsischen Einfluss. Romanische Dekors finden sich auch an den östlichen Vierungspfeilern. Dort sieht man neben durchflochtenen Ranken auch ein Klötzchenfries.

Eine erste Bauunterbrechung um 1180 ist wohl wesentlich auf die damalige Entmachtung Heinrich des Löwen zurückzuführen. Erst zwischen 1220 und 1230 erfolgte der Weiterbau des Langhauses. Inzwischen konnte der Backstein auch sicherer angewandt werden. Alle Zierelemente sind hier aus Backstein. Typisch sind halbrunde Säulen als Vorlagen vor den Pfeilerkanten, die die sogenannte Lübische Kantenbildung darstellen und gleichfalls sächsischen Einfluss zeigen.

An den Pfeilern befinden sich jedoch weiter oben breite Pfeilervorlagen, die in die gleichbreiten Gurtbögen des Gewölbes übergehen. Diese Pfeilervorlagen verraten westfälische Vorbilder.

Über dem Mittelschiff befindet sich auch heute noch kuppelige Kreuzgratgewölbe, die in eine Höhe von bis zu 20 Metern aufragen.

Die Pfarrkirche, die dereinst zwischen den Westtürmen lag, war gleichsam eine dreischiffige Kirche, die gewölbt war. Allerdings befand sich über der Pfarrkirche eine Empore, die sich in den Domraum öffnete.

Die Weihe des romanischen Doms fand 1247 statt, 70 Jahre nach der Grundsteinlegung. Zu der Zeit war die Kirche vermutlich weitestgehend vollendet.

Wahrscheinlich in der Amtszeit Bischof Johann II. von Diest (1254 bis 1259) erfolgte ein bemerkenswerter Anbau in spätromanischen Formen. Von rheinischen Bauleuten und Steinmetzen wurde eine Vorhalle an den das Nordquerschiff angesetzt, die ein typisches Paradies darstellt. Es handelt sich um einen Raum mit T-förmigen Grundriss: einem breiten Mittelschiff und zwei Nebenjochen, die unmittelbar an das Querschiff anschließen. Kennzeichen des Paradieses sind ein reiches Arkaden- und Vorlagensystem mit Säulchen aus Granit. Die Säulchen verfügen über ausgesprochen vielgestaltige Sandsteinbasen und Kapitelle. Die Gurtbögen der Gewölbefelder werden von knieenden Konsolfiguren getragen.

Am aufwendigsten wurde im Paradies die Pforte zum Querschiff gestaltet. Gekrönt wird die Pforte von einem Tympanon mit einer Darstellung Christi als Weltenrichter, der in einer von Engeln gehaltenen Mandorla sitzt. Die Archivolten um das Tympanon zeigen feine Ornamentik . Die Portalwände sind gestuft, wobei die Stufen mit Säulen versehen sind, die wiederum über Schaftringe verfügen.

Lübecker Dom, Türme mit romanischen Elementen (Foto: Stefan Kähmzow)Das Paradies war im 19. Jahrhundert baufällig und wurde in der Zeit stark restauriert und etwas überformt. Der jetzige Zustand geht aus eine kritische Rekonstruktion des Erstzustandes zurück, die zwischen 1975 und 1982 durchgeführt wurde, 40 Jahre nachdem die Vorhalle im Zweiten Weltkrieg weitestgehend zerstört worden war. Am 28. und 29. März 1942 vernichteten Bomben einen Großteil der Lübecker Altstadt.

Seit den 60iger Jahren des 13. Jahrhunderts – der romanische Dom war gerade abgeschlossen – wuchs in Lübeck die Marienkirche als der Stolz der Bürger aus dem Boden. Sie entstand im neuen Stil der Gotik, und sollte noch größer als der Dom werden. Die Lübecker Marienkirche sollte die erste deutsche Kirche werden, in der das französische Kathedralschema in Backstein umgesetzt wurde.

Natürlich konnte das Domkapitel die Konkurrenz der Marienkirche nicht unbeantwortet lassen und beschloss deshalb die gotische Erneuerung ihre Doms, sowie die Vergrößerung. 1266 begann man wie üblich mit dem Chor und zwar mit dem Chorumfassungsmauern und den Chorseitenkapellen. Der alte romanische Chor blieb dabei zunächst unverändert, da von vornherein geplant war, ihn in den Neubau einzubeziehen. Tatsächlich wurde das alte Chorquadrat nach Abbruch der Seitenwände zum westlichen Joch des zwei Joche umfassenden Chormittelschiffs. Der Chorabschluss selbst ist polygonal. Die Seitenschiffe des Dom-Langhauses münden in den Chorumgang.

Heute ist es nicht mehr sicher belegbar, ob der Chorumgang basilikal geplant war. Nach einer Bauunterbrechung von 1277 bis 1329 wurde unter Bischof Heinrich von Bocholt auf jeden Fall bis 1335 ein Hallenumgangschor errichtet. Der erste Hallenumgangschor wurde 1313 in Verden an der Aller fertiggestellt. Er war Vorbild für Lübeck.

Der neue lichte gotische Hallenchor dürfte unproportioniert zum dunklen romanischen Langhaus gewirkt haben. Letztere sollte deshalb ersterem angepasst werden. Mittlerweile war jedoch die Marienkirche das erste Haus am Platz. Da dem Domkapitel im weiteren Verlauf das Geld ausgehen sollte, würde das auch so bleiben. Trotzdem versuchten die Domherren aus dem Bestehenden das Mögliche herauszuholen, auch wenn ein vollständiger Neubau des Langhauses nun nicht mehr in Frage kam. Dazu kam man auf eine Billiglösung. Die Wände zwischen den Mittelschiffspfeilern wurden herausgebrochen, dazu die kleinen Zwischenpfeiler. Dann wurden die niedrigeren Seitenschiffe auf die Höhe des romanischen Mittelschiffes aufgestockt und die Seitenschiffsgewölbe mit gotischen Kreuzrippengewölben versehen.

Lübecker Dom, Triumphkreuzgruppe (Foto: Debauchery)Zwischen die Strebepfeiler der romanischen Seitenschiffsauswänden wurden anschließend Kapellen eingebaut. Dabei passen jeweils zwei Kapellen in ein gotisches Joch, was die ursprüngliche romanische Jocheinteilung der Seitenschiffe noch erkennen lässt.

Im Mauerwerk der nördlichen Pfeiler sind heute noch die Ansätze des romanischen Arkadenmauerwerkes zu sehen.

1341 wurde der umgebaute Dom eingeweiht. Der große Förderer, Bischof Heinrich von Bocholt, war allerdings kurz zuvor verstorben. Geweiht wurde die Kirche durch Johann IV. von Mul. Heinrich von Bocholt bekam eine bedeutende Grabstätte im Chorhaupt vor dem Hochaltar.

Nach 1341 wurden noch mehrere Kapellen angefügt. So 1346 die Mul-Kapelle vor dem nördlichen Chorseitenschiff und fast gleichzeitig und unmittelbar daneben zum Querschiff hin die Sakristei, ein ehemals quadratischer Raum mit Mittelraumstütze.

Östlich and die Chorumgangskapellen wurden drei weitere Kapellen angebaut. 1440 die Marientidenkapelle in Form eines polygonalen, geschlossenen, einjochigen Chores. Rechts und links daneben entstanden im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts noch zwei kleine Nebenkapellen. Letzter Anbau war die St. Rochus-Kapelle 1517 im Winkel zwischen Querhausarm und südlichem Seitenschiff.

Während der barocken Umbauphase im 18. Jahrhundert wurden viele Kapellen im Inneren umgestaltet. So wurde die Sakristei in ihrer östlichen Hälfte 1747 zur fürstbischöflichen Grablege des Hauses Schleswig-Holstein-Gottorf.

1843 entstand schließlich der Stufenabschluss zwischen den beiden Türmen und 1877 bis 1878 die Dreifenstergruppe, deren Durchbrüche aber bereits in der Gotik angelegt wurden.

In Folge des Bombenangriffes von 1942 brannte das Dach ab, stürzten die Turmhauben ein und wurde die die Ausstattung des westlichen Langhauses vernichtet. Auch der gesamte Chor war zerstört. 1946 schließlich stürzte auch die nördliche Querhausstirnwand ein und begrub das Paradies unter sich, wobei nur das Eingangsportal weitgehend unbeschädigt blieb. Die Aufbauarbeiten sollten bis in die 80iger Jahre des 20. Jahrhunderts dauern.

Heute kann man den Türmen im Äußeren den romanischen Ursprung noch ansehen. So finden sich Ecklisenen und die Reste von Rundbogenfenstern. Auch die Querschiffe zeigen noch romanische Elemente und Dekor aus dieser Zeit. Der Dachreiter entstand allerdings erst 1705 in seiner heutigen Form.

Durch die Seitenschiffskapellen zwischen den Stützpfeilern, die von einheitlichen Dach gedeckt sind, wirkt der Dom von Außen wie eine Basilika. Am Chor allerdings wird der Hallencharakter der gesamten Kirche sichtbar.

Der Haupteingang, der sich früher im Paradies befand, liegt heute an der Chorsüdseite anstelle der im Zweiten Weltkrieg zerstörten und anschließend abgetragenen Rochus-Kapelle, deren Gewölbeansätze jedoch noch zu erkennen sind.

Während im Äußeren die Gotik dominiert, ist im Innern noch viel des romanischen Kernbaus sichtbar. So ist das Querschiff durchgehend mit Kreuzgratgewölbe versehen und auch die rundbögige Befensterung des Querschiffs ist noch angedeutet. Das Licht fällt ins Querschiff jedoch durch gotische Fenster in den Stirnseiten.

Das Langhaus besteht auch heute noch aus vier Jochen und ist weitestgehend romanischen Ursprungs. Das Mittelschiff ist viel breiter als die Seitenschiffe, deren auf den romanischen Seitenschiffsmauern aufgestockt wurden.

Im Gegensatz dazu sieht der Hallenchor aus, als wäre er aus einem Guss geschaffen. Die Fenster des Chores sind durch breite Fenster aufgelöst. Runde Pfeiler stützen das Gewölbe und verbinden die einzelnen Raumteile eher, als dass sie sie trennen.

Heute wird der Chor durch ein großes Glasfenster zum Schiff abgetrennt, welches 1967 eingesetzt wurde und dem Wiederaufbau und der dadurch bedingten Nutzungseinschränkungen der Kirche geschuldet ist. Durch das Glasfenster wurde allerdings willkürlich das westliche Chorjoch, welches aus dem romanischen Chorquadrat hervorgegangen war, abgetrennt.

Die weiße Farbe, die den Dom im Innern bestimmt, entstand vermutlich im Zusammenhang mit der Barockisierung im 18. Jahrhundert. Ursprünglich war die Kirche wahrscheinlich rot bzw. backsteinfarben ausgemalt und mit weißen Fugenstrichen versehen. Die Gewölbe waren weiß, die Rippen gleichsam rot. Im 14. Jahrhundert entstanden auch Wandgemälde, die allerdings größtenteils verloren sind. Reste finden sich in der Nord-Ost-Ecke des Querschiffes, wo unter anderem eine thronende Madonna zu sehen ist.

Zeitgleich mit der Weißung wurden auch die Seitenschiffkapellen barock zu Grablegen umgebaut. Die Kapellen zeigen prächtige Abschlusswände zum Langhaus aus Marmor, Sandstein und Holz. Vor den Abschlusswänden befinden sich hölzerne Ballusterschranken.

Die Ausstattung des Doms hat den Krieg größtenteils durch Auslagerung überstanden.

Im Mittelpunkt steht die große Triumphkreuzanlage, die den Abschluss des Langhauses zum Querhaus beherrscht und zwischen die beiden westlichen Vierungpfeiler eingebaut ist.

Auf einer hohen torartigen Tragkonstruktion steht ein mit reichem Schnitzwerk versehenes Kreuz mit überlebensgroßen Christus. Darunter klein an den Rändern Adam und Eva. Überlebensgroß zum Kreuz hin auf dem Tragbalken die obligatorischen Maria- und Johannes-Figuren. Am Kreuz knieend wieder kleiner rechts vom Betrachter der Stifter, Bischof Albert II. Krummendick und links Maria Magdalena. Der Stifter fand sein Grab unterhalb der Anlage.

Die Triumphkreuzgruppe ist ein Werk des Malers und Bildschnitzers Bernt Notker und entstand zwischen 1470 und 1477. Das Kreuz selbst ist als Lebensbau dargestellt und zeigt zudem noch die kleinen Figuren von Patriarchen, Propheten, Märtyrern, Aposteln und Dompatronen. Zudem finden sich die Evangelisten-Symbole.

Hinter der Anlage als Abgrenzung des Chors zur Vierung steht ein Lettner, der in der Zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstand. Es handelt sich um eine dreijochige zum Querschiff bzw. zur Vierung mit vier schlanken Granitpfeilern geöffnete Laube mit Kreuzrippengewölbe. Ende des 15. Jahrhunderts ergänzten Meister aus der Werkstatt Notkers den Lettner um ein aufwendiges Maßschnitzwerk. Zu sehen sind als zentrale Figuren die Schutzheiligen des Doms, der hl. Nikolaus, die Jungfrau mit dem Kind, Johannes der Täufer und der hl. Blasius. Stifter des Aufsatzes war Bürgermeister Gevedes.

1627 und 1628 ergänzte man den Lettner noch um einen große Uhr, die eine ältere ersetzte, des Ziffernblatt auf der Rückfront zu sehen ist.

Zu beiden Seiten von Lettner und Triumphkreuz stehen insgesamt vier gotische Flügelaltäre. Der älteste von 1422 ist der Altar der Stecknitzfahrer und zeigt und Maßwerkbaldachinen Skulpturen der Madonna und zweier Heilige. Der im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts entstandene Altar der Kanonischen Tagesszeiten zeigt gemalte Passionsszenen. Der 1460 geschaffene Altar der Mühlenknechte hat im Zentrum eine vom Bildhauer Hans Hessen geschaffene Madonna auf der Mondsichel. Der Marienaltar von 1506 hat als Thema die Einhornjagd, eine symbolische Verkündigungsdarstellung. Als einziger der Altäre zeigt der Marienaltar keinen Goldgrund sondern schon Landschaften und Innenräume.

Im Chor befinden sich Reste eines geschnitzten Chorgestühls von 1335 und 1336. Zwei der erhaltenen Wangen wurden in dien Dreisitz des 15. Jahrhunderts eingebaut. Die Rückwand des Dreisitzes zeigt gemalt die Dompatrone.

Die Tauffünte ist ein 1455 aus Bronze gegossenes Wrk des Lorenz Grove. Unter Kielbögen sind Christus, Maria, neun Apostel und die heilige Dorothea zu sehen.

Im Querschiff befinden sich noch zwei lebensgroße Madonnenfiguren. Die ältere wurde 1450 geschaffen, die jünger westlichen Langhauspfeiler erst 1509 und zeigt den typisch spätgotischen Schönen Stil.

Der Kanzelkorb stammt aus der Renaissance und wurde 1568 gestiftet. Eine Mosesfigur trägt einen steinernen Korb und wurde von einem niederländischen Künstler geschaffen. Die Alabasterreliefs auf der Kanzelbrüstung, die Episoden aus der Passionsgeschichte zeigen, stammen von Willem von den Broek. 1570 kam der hölzerne Schalldeckel hinzu, 1572 die Umfriedung und erst 1731 die Treppe mit dem Pilasterportal.

Von den Epitaphen ist eines von 1450 zu erwähnen, welches in Brügge für den Kaufmann Albert Bischop geschaffen wurde. Ein Sandsteinrelief zeigt die thronenden Madonna, den heiligen Albertus und die heilige Dorothea.

Eine bedeutende Grabplatte ist das Bronzegrabmal des Bischof Bocholt im Chorhaupt, welches 1341 von Johann Apengeter gegossen wurde. Die Liegefigur des Bischofs hält den Bischofstab und die vollendete Kirche in der Hand.

Im Dom befinden sich noch weitere Epitaphe und Grabmäler aus dem Mittelalter bis zum Barock.

Lübecker Dom

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