Als Pflegevater aufopferungsvoll: hl. Josef
19. April 2008
Wie die meisten Geschichten um Maria, so wird in den Evangelien wenig über Josef, den Pflegevater Jesu, erzählt. Die Apokryphen jedoch und die Legenden schmücken Erzählungen aus.
Allerdings wird Josef in den Evangelien des Matthäus und des Lukas als Ehemann Mariens bezeichnet und somit als gesetzlicher Vater Jesu. Auch die Abstammung des Josef wird über David und Abraham zu Adam zurückgeführt. Josef wird später dabei sein, wenn Jesus beschnitten, im Tempel dargebracht und ebendort als zwölfjähriger Gesucht werden muss. Josef ist auch von Bedeutung, da er wichtige Träume hat. Nur bei Matthäus finden sich Flucht nach und die Rückkehr aus Ägypten. Nach der Kindheit, während des öffentlichen Wirkens Jesu, wird Josef nicht mehr erwähnt.
Als Josef Maria heiratet, ist er bereits Witwer. Er bringt auch Kinder in die Ehe mit, was die Geschwister Jesu erklären hilft, denn Maria blieb immer Jungfrau.
Josef wird in den Evangelien als ein entschlossener tatkräftiger Mann dargestellt, der sich in Gottes Willen fügt, als er Verantwortung für seine sehr junge Frau und das Kind übernehmen muss, welches nicht von ihm ist. Die Kunst greift oft Josef als liebevollen Vater und umsichtiges Familienoberhaupt auf.
In der Kunst wird Josef zunächst nur als stille Nebenfigur der Kindheitsgeschichte Jesu gezeigt. Im Spätmittelalter nehmen Darstellungen zu, die Josef als Zimmermann arbeitend zeigen, oft in Gegenwart des Jesuskindes.
Die Darstellung Josefs als Arbeiter nimmt nach dem Mittelalter noch zu, vor allem im Rahmen der Gegenreformation, in der Josef zunehmend die Rolle als tugendhaftes Vorbild für das Kind Jesus zugeschrieben bekommt.
Dargestellt wird gelegentlich auch der Tod des Josefs, wie er in Apokryphen beschrieben ist. Oft wird der Sterbende mit Angst und Schmerzen gezeigt, denn Joseph als Heiliger ist der Schutzheilige der Sterbenden.
Festtag: 19. März (Vermählung); 1. Mai (Gedenktag für den Arbeiter)
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