Kirche St. Maria zur Wiese (Wiesenkirche) in Soest

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Als erstes fällt der für gotische Kirche – denn um eine solche handelt es sich, wie schon der polygonale Chorschluss im Osten verrät – beinahe gestaucht wirkende Umriss auf: der Grundriss ist – zumindest wann man die westlichen Joche wegdenkt – fast quadratisch. In der Gegend um Soest ist ein solcher Grundriss so typisch, dass er als “westfälisches Quadrat” bezeichnet wird.

Nicht gleich aus dem Grundriss hervor geht der Umstand, dass es sich um eine Hallenkirche handelt. Hallenkirche sind typisch für das Spätmittelalter, obwohl die Kirche in Soest eher am Anfang der Entwicklung steht. Baubeginn der Wiesenkirche war die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Auffällig für den Bau ist der beinahe romanisch anmutende Ostabschluss: die Kirche verfügt über keinen Chorumgang, sondern um eine Art Chorhalle, die von zwei polyonalen Abschlüssen begleitet werden, die die Seitenschiffe abschließen.

Erwähnenswert sind noch die dicken Pfeiler und Mauern im Westen, auf denen die Doppelturmfassade ruhen muss. Die mächtigen Pfeiler führen auch dazu, dass die annähernd quadratische Haupthalle der Kirche von den westlichen Jochen optisch abgetrennt wird.

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