Frauenbewegung: Im Haus von Maria und Marta

Jan Vermeer, Christus im Haus von Marta und Maria, um 1655

Im Neuen Testament wimmelt es von Marias. Auch in dieser Geschichte, die nur vom Evangelisten Lukas erzählt wird, taucht eine auf. Doch das Thema der Erzählung berührt vielmehr eine der Grundthemen der Kirche oder des Christentums. In einem Dorf, welches Jesus besucht, leben zwei Frauen, Maria und Marta, die unterschiedlicher kaum sein können. Die beiden Frauen nehmen Jesus in ihr Haus auf.

Die eine, Maria, setzt sich Jesus zu Füßen und hört Jesus aufmerksam zu. Die andere, Marta, ist, während Jesus spricht, von ihrer arbeitsamen Fürsorge um den Gast beansprucht. Schließlich beschwert sich Marta bei Jesus über Maria und bittet ihn, Maria aufzufordern, ihr zu helfen. Jesus aber sagt Marta, dass sie sich zu viele Sorgen und Mühen mache. Maria hätte das Bessere gewählt und es könne ihr auch nicht genommen werden.

Seit 2000 Jahren bemüht sich die Kirche, zwischen aktiver Mission und kontemplativer Frömmigkeit den richtigen Weg zu finden, auch wenn Jesus sich entschieden zu haben scheint.

Die Überlieferung und mit ihr die Kunst vermengt die Erzählung oft mit anderen Figuren der Evangelien. Johannes berichtet von drei Geschwistern in einem Dorf namens Bethanien. Einer von ihnen ist Lazarus, seine Schwestern Maria und Marta. Maria wird auch mit Maria Magdalena gleichgesetzt.

In der Kunst wurde die Szene oft für Genremalereien genutzt.

Quelle: Lukas 10,38-42: Maria und Marta

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