Fünf Laibe für 5.000: Die wunderbare Brotvermehrung

Giovanni Lanfranco: Vermehrung der Brote und Fische, 1624/25

Wenn Brot vermehrt wird, ist das schon etwas Besonderes. So kennen die Evangelien auch zwei wunderbare Vermehrung des Grundnahrungsmittels. Allerdings taucht die zweite Vermehrung nur bei Markus und Matthäus auf. Hier werden für 4.000 Menschen sieben Brote und einige Fische vermehrt. Die Vermehrung, die von allen vier Evangelisten berichtet wird, betraf fünf Laibe Brot und zwei Fische für 5.000 Hungrige.

Theologisch bedeutend werden die Geschichten, weil Jesus die Brote segnet. Somit wird das vermehrte Brot kann als Vorausdeutung des Letzten Abendmahls gesehen werden. Bei Johannes wird zudem erzählt, dass Jesus am nächsten Tag in der Synagoge zu Kafarnaum seine Rede zum „Himmelsbrot“ halten wird. Dort deutet Jesus, wie schon am Brunnen mit der Samariterin, auf den Unterschied, des verderblichen Brotes, welches nur den Hunger des Körpers stillt und des Brotes oder der Speise, die für das ewige Leben bleibt. Jesus sagt über sich selbst: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“

In der christlichen Kunst werden beide Brotvermehrung nicht getrennt. Entscheidend ist immer der Bezug auf das Abendmahl, die Eucharistie. Schon in der frühchristlichen Kunst wird auf diese Bedeutung abgezielt.

Quelle: Markus 6,32-44; Matthäus 14,13-21; Lukas 9,10-17; Johannes 6,1-15: Speisung der Fünftausend; Markus 8,1-10; Matthäus 15,32-39: Speisung der Viertausend

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