Ein erstes Zeichen: Die Hochzeit zu Kana
15. Januar 2009Vielen heutigen Betrachtern ist nicht mehr bewusst, dass Jesus zwischen Geburt (Weihnachten) und Auferstehung (Ostern) noch ein Leben führte, welches sich nicht in der Passion erschöpfte. Das Wirken des erwachsenen Jesu wird in der Überlieferung vor allem der Evangelien als Zeit der Wunder und Gleichnisse geschildert. Als erstes Wunder wird oft das „Weinwunder“ zu Kana gezählt, welches nur im Evangelium des Johannes erzählt wird.
Jesus war mit seiner Mutter und Jüngern auf einer Hochzeit in Kana. Doch der Feier ging der Wein aus. Da sorgte Jesus für eine wundersame Vermehrung des Weins und alle staunten sehr.Für Johannes ist das Weinwunder ein Zeichen Jesu, mit dem er seine Herrlichkeit offenbarts und den Glauben seiner Jünger bestärkte. Dem ersten Zeichen sollten noch weitere folgen. Doch das Wunder in Kana symbolisiert noch mehr: die Wandlung von Wasser in Wein verweist auf die Abendmahlsfeier und die Wandlung von Wein zum Blute Christi.In der Kunst wurde das Thema nicht selten dargestellt. Besonders im Barock nutzen die Künstler die Feier, um detailreiche Bilder eines rauschenden Fests zu malen. Dabei sitzt Jesus oft im Zentrum das Bildes am Tisch, die Hand zum Segen erhoben. Zumeist sind in den Darstellungen auch die sechs Krüge Wasser zu sehen, die Jesus füllen ließ und deren Inhalt sich zu Wein wandelte. Die im Evangelium nicht namentlich genannte Mutter Jesu sitzt auf den Darstellung zumeist neben ihrem Sohn. Sie hat das Wunder angeregt und wurde von Jesus zunächst zurückgewiesen. Dadurch, dass Maria aber das Wunder angeregt hat, wird ihre Funktion als Mittlerin zwischen Gott und den Menschen verdeutlicht.Quellen: Johannes 2,1-12: Die Hochzeit in Kana als Zeichen
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