Der mit dem Bett geht: Die Heilung eines Gelähmten
23. Februar 2009In den Evangelien des Markus und des Johannes finden sich zwei sehr ähnliche Geschichten von der Heilung eines Gelähmten. Lässt Markus seine Heilung jedoch in einem Haus in Kafernaum geschehen, verlegt Johannes das Ereignis an den Teich Betesda. Dramatisch beginnt die Geschichte bei Markus. Ein Gelähmter, der zu Jesus will, lässt das Haus abdecken, indem sich Jesus befindet. Dann lässt sich der Gelähmte auf seiner Bahre in das Haus hinab seilen.
Jesus sieht den Glauben der Menschen und sagt dem Gelähmten, seine Sünden seien ihm vergeben. Die anwesenden Schriftgelehrten jedoch vermuten Gotteslästerung, aber Jesus fragt sie: „Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind Deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett und geh umher?“ Dann sagte Jesus zu dem Gelähmten, er können nun aufstehen, sein Bett nehmen und gehen.
Die Geschichte am See Betesda im Evangelium des Johannes ist sehr ähnlich. Hier halten die Schriftgelehrten dem Geheilten jedoch vor, er könne am Sabbat nicht mit seinem Bett umher gehen. Doch der Geheilte verweist auf Jesus, der ihm gesagt habe, er solle gehen.
Im Evangelium des Markus sagt Jesus seinen Kritikern, dass er als Menschensohn Vollmacht hätte Sünden zu vergeben auf Erden. Bei Johannes nennt Jesus Gott sogar Vater und zieht damit den Ärger der Schriftgelehrten endgültig auf sich.
In der christlichen Kunst können die einzelnen Heilungsgeschehen zumeist an den Hintergründen erkannt werden. Ist ein kleines Gewässer zu sehen, spielt die Szene am Teich Betesta. Im Übrigen galt das Wasser des Teichs als Heilwasser. Die Szenen wurden vor allem in der Renaissance und im Barock dargestellt.
Quellen: Markus 2,1-12; Matthäus 9,1-8, Lukas 5,17-26, Johannes 5,1-18
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